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Für ein buntes Miteinander

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen fördert das interkulturelle Zusammenleben, egal, ob bei den Themen Migranten oder Geflüchtete. Integrationsarbeit war schon immer ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und auch ein Thema innerhalb der Verwaltung. Seit 2016 gibt es im Amt für soziale Dienste sogar namentlich das „Team Flüchtlingsarbeit“, das im August 2018 zum „Sachgebiet Integration“ umgewandelt wurde. Seit Oktober 2021 gibt es innerhalb des Amtes die Abteilung Integration.

Integration passiert dort, wo Menschen jeglicher Herkunft zusammen- und ins Gespräch kommen. Deshalb bietet die Stadt gemeinsam mit allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren in diesem Bereich viele Möglichkeiten des Austauschs, der Unterstützung und bietet Räume, um sinnstiftende Integration weiterhin zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten.

Hauptamtliche Akteure im Bereich der Integrationsarbeit

Die Abteilung Integration setzt sich aus folgenden Positionen bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen:

  • Abteilungsleitung und Kontaktstelle für Integration
  • Ehrenamtskoordinator
  • Fünf Integrationsmangerinnen und -manager/Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
  • Drei Verwaltungskräfte für Unterkünfte und „LEmietet“
  • Drei Hausmeister

Geflüchtetenzahlen in LE

  • Aktuell leben in städtischen Unterkünften und „LEmietet“-Wohnungen etwa 350 Personen. Die Belegung und Beratung erfolgt durch das Integrationsmanagement der Stadt LE.
  • In privatem Wohnraum leben nochmals ca. 190 Personen, die auch beim Integrationsmanagement der Stadt angebunden sind.
  • Nationalitäten (Stichtag: 30.9.2021): Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Türkei, Russische Föderation, Eritrea, Somalia, Nigeria und Gambia

Informationen über Angebote der Integrations- und Geflüchtetenarbeit

Folgende Angebote und Projekte gibt es in der Stadt, bei dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Integration unterstützen und wertvolle Hilfestellung geben.

Interkulturelle Elternmentoren

Im Projekt "Interkulturelle Elternmentoren*innen" sind für Leinfelden-Echterdingen derzeit fünf ehrenamtlich Engagierte mit und ohne Zuwanderungsgeschichte tätig. Sie unterstützen neu zugewanderte Eltern bei allen Fragen rund um das deutsche Bildungssystem und setzen sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Bildungseinrichtung ein. Die Interkulturellen Elternmentor*innen sind vertrauliche Ansprechpersonen und neutrale Vermittler und zeichnen sich durch ihre interkulturelle und sprachliche Kompetenz sowie eigenen Erfahrungen in den Bereichen Kita, Schule, Bildung aus. 

Qualifiziert werden die Interkulturellen Elternmentor*innen im Rahmen von Basis- und Aufbauschulungen durch die Gemeinnützige Elternstiftung. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Ihre Unterstützung bei Elterngesprächen, Elternabenden und sonstigen Fragen rund um Kita und Schule können die Interkulturellen Elternmentor*innen derzeit in folgenden Sprachen anbieten: Arabisch, Türkisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch, Französisch und Englisch.

Die Einsätze werden von der Kontaktstelle für Integration koordiniert. Sie steht mit den Interkulturellen Elternmentor*innen im regelmäßigen Austausch und plant zudem gemeinsam mit diesen Infoabende, Elterntreffs und andere interessante und hilfreiche Angebote für Eltern.

Ehrenamtliche Akteure im Bereich der Integrationsarbeit

Ehrenamtliche Angebote

  • Begleitend zum VHS-Sprachkurs Sprachbegleitung beim Deutschlernen auf jedem Sprachniveau
  • Muttersprachlicher Unterricht für Kinder/Jugendliche
  • Frauentreffen
  • Alltagsbegleitung wie Wohnungs- und Arbeitssuche, Begleitung zu Ämtern, Ärzten, Kindergärten, Schulen etc.
  • Freizeitgestaltung und Ausflüge, Feste
  • Ehrenamtliche Sprechstunden
  • Internet-Café
  • Angebote für Kinder
  • Kleiderkammern und Spendenangebote
  • Ehrenamtlicher Dolmetscherpool der Stadt LE

Projekt „LEmietet“

Im Rahmen des Projekts „LEmietet“ akquiriert die Stadt privaten Wohnraum für die Anschlussunterbringung geflüchteter Menschen. Die Leinfelden-Echterdingen tritt hierbei als Mieter auf.

  • Start im April 2016
  • Seitdem wurden 52 Mietverhältnisse auf zwei Jahre geschlossen.
  • Aktuell laufen 32 Mietverhältnisse.
  • Insgesamt wurden seit Projektbeginn 154 Menschen, hauptsächlich Familien, über „LEmietet“ untergebracht. Aktuell leben 104 Personen in „LEmietet“-Wohnungen.
  • Auf Grund der erfolgreichen Bilanz nach über fünf Jahren soll das Projekt auch weiterhin fortgeführt und beworben werden.
  • Eine neue und aktualisierte Infobroschüre für „LEmietet“ liegt vor. Sie ist verlinkt oder kann in den Rathäusern als Druckversion abgeholt werden.
  • Mittlerweile auf Landesebene als Projekt „Raumteiler“ bekannt.

Mehr Infos

Weiterführende Informationen zum Projekt LEmietet lesen Sie hier. Dort können Sie auch eine Übersicht mit häufig gestellten Fragen (FAQ) abrufen sowie per Kontaktformular direkt mit der zuständigen Projektleiterin, Frau Belz, in Verbindung treten.

LE-Projekt „Integration durch Arbeit und Ausbildung“

Ergänzend zu den dafür originär zuständigen Behörden Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit dient das Projekt „Integration durch Arbeit und Ausbildung“ der niederschwelligen Vermittlung von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung.

  • Von Mai 2018 bis Herbst 2018 wurden von 60 Interessierten 23 vermittelt (ca. 40 %) und Stand Herbst 2019 wurden von 85 Interessierten 37 vermittelt (ca. 30 %).
  • Zudem sind in Kooperation mit der Ludwig-Uhland-Schule Betriebsbesichtigungen in der Handwerksbranche für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund geplant.
  • Derzeit ist eine Wiederaufnahme des Projektes nach der Corona-Pandemie geplant.

Gremien und Fortbildungen

Gremien

  • Runder Tisch „Kooperation Flüchtlingsarbeit LE“: Trifft sich vier Mal im Jahr mit allen Akteuren der Geflüchtetenarbeit und themenspezifischen Gästen zu den aktuellen Themen des Bereichs
  • Plattform „LEIK“: Trifft sich zwei bis drei Mal im Jahr mit allen Akteuren der Integrationsarbeit zu den aktuellen Themen des Bereichs
  • „Religionen im Gespräch“: Trifft sich zwei bis drei Mal im Jahr, um den Austausch und das gute Miteinander der hiesigen Religionsgemeinschaften zu fördern und gemeinsame Projekte zu planen.

Fortbildungen

  • Die Stadt LE bietet jährlich allen Ehrenamtlichen im Geflüchteten- und Integrationsbereich kostenfreie Weiterbildungen und Infoveranstaltungen an.
  • Von 2019 und 2021 über das vom Pakt für Integration geförderte Projekt „Qualifiziert.Engagiert!“ Aktuelle Angebote und nähere Infos finden Sie immer in den Nachrichten auf der Homepage und unter der Rubrik „Aktuelles“ im Amtsblatt.
  • Auch im Jahr 2022 werden im Rahmen des Bildungsnetzwerks Fildern kostenfreie Seminare und Veranstaltungen angeboten.

Interkulturelle Woche

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet jährlich bundesweit statt und ist seit 1975 eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Ziel der IKW ist es, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und Vorurteile durch persönliches Begegnen abzubauen.

Die Stadt LE bietet die Interkulturelle Woche seit 2015 regelmäßig gemeinsam mit den Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Initiativgruppen der Stadt an.

Die Interkulturelle Woche 2021 fand vom 26. September bis 3. Oktober unter dem Motto #offen geht statt.

Ehrenamtlicher Dolmetscherpool

Der Dolmetscherpool in Leinfelden-Echterdingen umfasst derzeit rund 100 ehrenamtliche Dometscherinnen und Dolmetscher, die nach Bedarf in den unterschiedlichsten Bereichen zu verschiedenen Themen ihre Sprachkenntnisse einsetzen und dolmetschen. Aktuell ist knapp die Hälfte der Dolmetscher aktiv im Einsatz.

Seit 2016 werden für ehrenamtliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher Schulungen und Fortbildungen angeboten. Die Information über die jeweils anstehenden Fortbildungen erhalten die Ehrenamtlichen zeitnah, sodass sie sich freiwillig zu einer Fortbildung anmelden können. Die ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetscher unterliegen einer Schweigepflicht und werden vor ihrem Einsatz geschult (Grundschulung).

Zweimal im Jahr finden unter der Leitung der Kontaktstelle für Integration themenbezogene Dolmetscher-Austauschabende statt, zu denen – nach Bedarf – Akteure eingeladen werden, die Experten in ihren Bereichen sind und den ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern bei Fragen zur Verfügung stehen.

Die Anfrage nach einer Dolmetscherin/einem Dolmetscher kann nur von einer Institution erfolgen: 1. Städtische Ämter in LE, 2. Kindertageseinrichtungen und Schulen im Stadtgebiet oder 3. weitere Institutionen in LE

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