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Für ein buntes Miteinander

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen fördert das interkulturelle Zusammenleben, egal, ob beim Thema „Migranten“ oder „Geflüchtete“. Integrationsarbeit war schon immer ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und auch ein Thema innerhalb der Verwaltung. Seit 2016 gibt es im Amt für soziale Dienste sogar namentlich das „Team Flüchtlingsarbeit“, das im August 2018 zum „Sachgebiet Integration“ umgewandelt wurde.

Integration passiert dort, wo Menschen jeglicher Herkunft zusammen- und ins Gespräch kommen. Deshalb bietet die Stadt gemeinsam mit allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren in diesem Bereich viele Möglichkeiten des Austauschs, der Unterstützung und bietet Räume, um sinnstiftende Integration weiterhin zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten.

Hauptamtliche Akteure im Bereich der Integrationsarbeit

Das Sachgebiet Integration setzt sich aus folgenden Positionen bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten zusammen:

  • Sachgebietsleiter und Ehrenamtskoordinator
  • Kontaktstelle für Integration
  • Fünf Integrationsmanager/Sozialarbeiter
  • Drei Verwaltungskräfte für Unterkünfte und „LEmietet“
  • Drei Hausmeister

Flüchtlingszahlen in LE

  • Aktuell leben in städtischen Unterkünften und „LEmietet“-Wohnungen über 400 Personen. Die Belegung und Beratung erfolgt durch das Integrationsmanagement der Stadt LE.
  • In privatem Wohnraum leben nochmals ca. 90 Personen, die auch beim Integrationsmanagement der Stadt angebunden sind.
  • Nationalitäten (Stichtag: 1.1.2020): Syrien, Irak/Iran, Afghanistan, Eritrea, Türkei/Russische Föderation, Schwarz-Afrika

Informationen über Angebote der Integrations- und Flüchtlingsarbeit

Folgende Angebote und Projekte gibt es in der Stadt, bei dem das Team des Sachgebiets Integration unterstützt und wertvolle Hilfestellung gibt.

Ehrenamtliche Akteure im Bereich der Integrationsarbeit

Ehrenamtliche Angebote

  • Begleitend zum VHS-Sprachkurs Sprachbegleitung beim Deutschlernen auf jedem Sprachniveau
  • Muttersprachlicher Unterricht für Kinder/Jugendliche
  • Frauentreffen
  • Alltagsbegleitung wie Wohnungs- und Arbeitssuche, Begleitung zu Ämtern, Ärzten, Kindergärten, Schulen etc.
  • Freizeitgestaltung und Ausflüge, Feste
  • Ehrenamtliche Sprechstunden
  • Internet-Café
  • Angebote für Kinder
  • Kleiderkammern und Spendenangebote
  • Ehrenamtlicher Dolmetscherpool der Stadt LE

Projekt „LEmietet“

  • Start im April 2016
  • Seitdem wurden 43 Mietverhältnisse auf 2 Jahre geschlossen.
  • Davon gingen 9 in ein privates Mietverhältnis über und 7 wurden nach 2 Jahren beendet.
  • Aktuell laufen 27 Mietverhältnisse.
  • Insgesamt wurden 133 Menschen, hauptsächlich Familien, über „LEmietet“ (seit 2016) untergebracht. Aktuell leben 99 Personen in „LEmietet“-Wohnungen.
  • Auf Grund der erfolgreichen Bilanz nach über 3 Jahren soll das Projekt auch weiterhin fortgeführt und beworben werden.
  • Eine neue und aktualisierte Infobroschüre für „LEmietet“ wird aktuell erarbeitet und soll dann vorgestellt und aktiv beworben werden.
  • Mittlerweile auf Landesebene als Projekt „Raumteiler“ bekannt.

Mehr Infos

Weiterführende Informationen zum Projekt LEmietet lesen Sie hier. Dort können Sie auch eine Übersicht mit häufig gestellten Fragen (FAQ) abrufen sowie per Kontaktformular direkt mit der zuständigen Projektleiterin, Frau Belz, in Verbindung treten.

LE-Projekt „Integration durch Arbeit und Ausbildung“

  • Von Mai 2018 bis Herbst 2018 wurden von 60 Interessierten 23 vermittelt (ca. 40 %) und Stand Herbst 2019 wurden von 85 Interessierten 37 vermittelt (ca. 30 %).
  • Geplant ist eine stichprobenartige Abfrage sowohl bei Geflüchteten als auch bei den Unternehmen, wie sich die vermittelten Arbeitsplätze weiterentwickelt haben.
  • Zudem startet gerade in Kooperation mit der Ludwig-Uhland-Schule Betriebsbesichtigungen in der Handwerksbranche für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund.

Gremien und Fortbildungen

Gremien

  • Runder Tisch „Kooperation Flüchtlingsarbeit LE“: Trifft sich 4 Mal im Jahr mit allen Akteuren der Flüchtlingsarbeit und themenspezifischen Gästen zu den aktuellen Themen des Bereichs
  • Plattform „LEIK“: Trifft sich 2-3 Mal im Jahr mit allen Akteuren der Integrationsarbeit zu den aktuellen Themen des Bereichs
  • „Religionen im Gespräch“: Trifft sich 2-3 Mal im Jahr, um den Austausch und das gute Miteinander der hiesigen Religionsgemeinschaften zu fördern.

Fortbildungen

  • Die Stadt LE bietet jährlich allen Ehrenamtlichen im Flüchtlings- und Integrationsbereich kostenfreie Weiterbildungen und Infoveranstaltungen an.
  • In 2019 und 2020 über das vom Pakt für Integration geförderte Projekt „Qualifiziert.Engagiert!“ Aktuelle Angebote und nähere Infos finden Sie immer in den Nachrichten auf der Homepage und unter der Rubrik „Aktuelles“ im Amtsblatt.

Interkulturelle Woche

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet jährlich bundesweit statt und ist seit 1975 eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Der Tage des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW. Ziel der IKW ist es, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und Vorurteile durch persönliches Begegnen abzubauen.

Die Stadt LE bietet die Interkulturelle Woche seit 2015 regelmäßig gemeinsam mit den Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Initiativgruppen der Stadt an.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ vom 27. September bis 6. Oktober statt.

  • Bitte beachten Sie wegen der dynamischen Corona-Situation etwaige Raumänderungen oder gar den Ausfall von Veranstaltungen auf der Startseite.

Ehrenamtlicher Dolmetscherpool

Der Dolmetscherpool in Leinfelden-Echterdingen umfasst derzeit 83 ehrenamtliche Dometscherinnen und Dolmetscher, die nach Bedarf in den unterschiedlichsten Bereichen zu verschiedenen Themen ihre Sprachkenntnisse einsetzen und dolmetschen. Aktuell sind ein Viertel der Dolmetscher aktiv im Einsatz.

Seit 2016 werden für ehrenamtliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher Schulungen und Fortbildungen angeboten. Die Information über die jeweils anstehenden Fortbildungen erhalten die Ehrenamtlichen zeitnah, sodass sie sich freiwillig zu einer Fortbildung anmelden können. Die ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetscher unterliegen einer Schweigepflicht und werden vor ihrem Einsatz geschult (Grundschulung).

Zweimal im Jahr finden unter der Leitung der Kontaktstelle für Integration themenbezogene Dolmetscher-Austauschabende statt, zu denen – nach Bedarf – Akteure eingeladen werden, die Experten in ihren Bereichen sind und den ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern  bei Fragen zur Verfügung stehen.

Die Anfrage nach einer Dolmetscherin/einem Dolmetscher kann nur von einer Institution erfolgen: 1. Städtische Ämter in LE, 2. Kindertageseinrichtungen und Schulen im Stadtgebiet oder 3. weitere Institutionen in LE

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