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Neue Friedhofsgebühren beschlossen: Stadt sorgt für faire Kostenverteilung

Steigende Kosten treffen nun auch die Friedhöfe in Leinfelden-Echterdingen: Der Gemeinderat hat einstimmig neue Gebühren beschlossen, die bis 2030 gelten. Ziel ist es, die Preise fair und transparent an die tatsächlichen Ausgaben anzupassen.

Ein gepflegter Friedhof mit Grabsteinen, Blumenbeeten und Bäumen in ruhiger, grüner Umgebung.
Archivfoto: Bergmann

Friedhöfe kosten Millionen

Rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt die Stadt für Betrieb, Pflege und Infrastruktur ihrer Friedhöfe. Bisher wurde davon nur gut die Hälfte über Gebühren gedeckt – zuletzt lag der Anteil bei etwa 55 Prozent. Den Rest zahlte die Allgemeinheit.

Künftig sollen die Gebühren einen größeren Teil abdecken: Geplant ist eine Kostendeckung von rund 62,5 Prozent. Dennoch bleibt ein erheblicher Anteil weiterhin durch den städtischen Haushalt finanziert.

Wer mehr nutzt, zahlt mehr

Die neuen Gebühren richten sich streng nach gesetzlichen Vorgaben. Gewinne sind ausgeschlossen, entscheidend ist allein der tatsächliche Aufwand. Dabei gilt: Wer mehr Leistung in Anspruch nimmt, zahlt auch mehr.

Unterschiede gibt es deshalb je nach Grabart, Größe, Lage und Nutzungsdauer. Wahlgräber oder pflegefreie Angebote können teurer sein, ebenso besonders gelegene Grabstellen. Spezielle Anlagen wie Urnenwände werden direkt den jeweiligen Grabarten zugeordnet.

Keine Altlasten eingerechnet

Ein wichtiger Punkt: Frühere Defizite werden nicht auf die neuen Gebühren umgelegt. Die Stadt verzichtet bewusst darauf – obwohl das rechtlich möglich wäre. So fällt die Erhöhung moderater aus.

„Würdige Friedhöfe sichern“

Oberbürgermeister Otto Ruppaner betont den Hintergrund der Entscheidung: „Die Anpassung ist eine Folge gestiegener Kosten und bislang zu niedriger Kostendeckung.“ Ziel sei es, die Friedhöfe langfristig zu sichern, ohne Angehörige übermäßig zu belasten. Auch künftig werde die Stadt einen großen Teil der Kosten tragen.