Energiezentrale nimmt Form an: Richtfest in der Historischen Mitte
Ein wichtiger Bauabschnitt ist geschafft: Mit dem Richtfest der neuen Energiezentrale in der Historischen Mitte (HiMi) hat die Stadt Leinfelden-Echterdingen gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen und Projektpartnern einen bedeutenden Meilenstein gefeiert.
Das Projekt liegt im Zeitplan und soll künftig städtische Gebäude sowie private Anschlussnehmer mit klimafreundlicher Wärme versorgen.
Bauprojekt liegt im Zeitplan
„Das Fest zeigt, dass aus einer Idee, aus Planungen und vielen Abstimmungen ein sichtbares Bauwerk geworden ist“, sagte Oberbürgermeister Otto Ruppaner beim Richtfest. Besonders erfreulich sei, dass die Arbeiten planmäßig vorankommen – „alles andere als selbstverständlich“ bei einem Projekt dieser Größenordnung.
Für die Stadt ist die neue Energiezentrale weit mehr als ein technisches Gebäude. Sie bildet künftig das Herzstück des Wärmenetzes in der Historischen Mitte und schafft die Grundlage für eine verlässliche, zukunftsfähige Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe.
Herzstück des Wärmenetzes in der Historischen Mitte
Nach Fertigstellung wird die Energiezentrale sämtliche städtischen Gebäude in der Ortsmitte von Echterdingen sowie weitere private Anschlussnehmer mit Wärme versorgen. Oberbürgermeister Ruppaner bezeichnete das Vorhaben als Leuchtturmprojekt, mit dem die Stadtwerke einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der kommunalen Klimaziele leisten würden.
Enge Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Friedrich hob die intensive Planungsphase hervor. Der Erfolg des Projekts sei nicht nur das Ergebnis der Arbeiten auf der Baustelle, sondern vor allem der engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Fachämtern, Planungspartnern und Stadtwerken. Sein Dank galt zudem dem Gemeinderat, der das zukunftsweisende Vorhaben unterstützt hat.
7,5 Millionen Euro Investition – hohe Förderung
Die Baukosten für die Energiezentrale werden derzeit auf rund 7,5 Millionen Euro geschätzt. Dank Fördermitteln in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro ist keine Eigeninvestition erforderlich. Sollte der Bau weiterhin planmäßig verlaufen, könnten die tatsächlichen Kosten sogar unter der aktuellen Kalkulation liegen.
Innovatives Energiekonzept mit Wärmepumpen
Das Energiekonzept setzt auf eine zu rund 75 Prozent CO₂-freie Wärmeerzeugung. Herzstück sind Wärmepumpen, die verschiedene erneuerbare Wärmequellen kombinieren – darunter Umgebungsluft, Geothermie und Solarthermie (PVT).
Ergänzt wird das System aus technischen und wirtschaftlichen Gründen durch ein Gas-Blockheizkraftwerk, das die Versorgungssicherheit gewährleistet. Damit entsteht in der historisch gewachsenen Ortsmitte eine moderne und klimafreundliche Wärmeversorgung mit Vorbildcharakter.



