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Ein Tag, 57 Standorte: Stadt zählt den Verkehr

Leinfelden-Echterdingen arbeitet am „Masterplan Mobilität“ – einem Konzept für eine effiziente, lebenswerte und klimafreundliche Mobilität in der Stadt. Damit die Planung auf verlässlichen Zahlen beruht, lässt die Stadt am 24. September 2026 den Verkehr im gesamten Stadtgebiet zählen.

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Foto: Bergmann

57 Standorte, alle Verkehrsmittel

An 57 Stellen wird ein Tag lang gezählt – und zwar Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichermaßen:

  • 17 Querschnittszählungen erfassen Fuß- und Radverkehr
  • 21 Knotenpunktzählungen erfassen vor allem Autos, teils auch Fuß- und Radverkehr am Straßenrand
  • 9 Querschnittszählungen messen ausschließlich Kfz-Mengen
  • 10 Stationen erfassen Kennzeichen, um den Durchgangsverkehr zu ermitteln

Kameras statt Zählpersonal – mit strengem Datenschutz

Gezählt wird per Video: Kompaktkameras hängen in 2 bis 8 Metern Höhe an bestehender Straßeninfrastruktur. Datenschutz hat dabei oberste Priorität:

  • Bei der regulären Zählung filmen Weitwinkelkameras aus der Vogelperspektive in sehr niedriger Auflösung – Personen und Kennzeichen sind darauf nicht erkennbar.
  • Für die Durchgangsverkehr-Messung werden Kennzeichen zwar erfasst, aber sofort stark verschlüsselt und anonymisiert. Spätestens nach sieben Tagen werden alle Daten automatisch gelöscht.

Baustellen verfälschen das Ergebnis nicht

Dass es am Zähltag auch Baustellen im Stadtgebiet gibt, lässt sich nicht vermeiden. Für die Aussagekraft der Daten sei das aber unproblematisch: Verkehrsplaner werten die Rohdaten anschließend aus und gleichen sie rechnerisch an die normale Verkehrssituation an.

Die Zählung soll die Grundlage liefern, um gezielte Maßnahmen für die Mobilität von morgen in Leinfelden-Echterdingen zu entwickeln.