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Start-up Night im SKYLAND: Wie LE zum Gründer-Hotspot werden will

Zum zweiten Mal hat Oberbürgermeister Otto Ruppaner gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung zur „Start-up Night LE“ eingeladen – und dafür eine besondere Bühne gewählt: das SKYLAND am Flughafen Stuttgart. Die Location ist bewusst gewählt, wie Ruppaner in seiner Begrüßung betonte. Denn der Flughafen liegt zu großen Teilen auf der Gemarkung von Leinfelden-Echterdingen und gilt zugleich als zentraler Standortfaktor für die lokale Wirtschaft.

Oberbürgermeister Ruppaner spricht vor Publikum bei einer Start-up-Veranstaltung, während im Hintergrund eine Präsentationsfolie mit der Aufschrift „Willkommen – Start-up Night“ zu sehen ist.
Foto: Bergmann

Für die Stadt ist der Airport weit mehr als nur Infrastruktur: Er steht sinnbildlich für internationale Vernetzung, wirtschaftliche Dynamik und Wachstumspotenzial. Faktoren, die auch für Start-ups und innovative Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen.

LE setzt auf Gründungsfreundlichkeit

Wirtschaft und Leinfelden-Echterdingen gehören eng zusammen – doch der Wandel stellt etablierte Unternehmen und den Standort gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Bereits vor sechs Jahren hat die Wirtschaftsförderung deshalb den Weg zur „Gründungsfreundlichen Kommune“ eingeschlagen.

Im Rahmen des Landeswettbewerbs „startup bw local“ entwickelte die Stadt ein umfassendes Konzept zur Förderung von Gründerinnen und Gründern. Dieses reicht von niedrigschwelligen Beratungs- und Lotsenangeboten bis hin zum geplanten Herzstück: einem Gründungs- und Innovationszentrum. Dieses soll eng mit Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen der Region kooperieren und Raum für Ausgründungen schaffen.

Die „Start-up Night LE“ dient seit diesem Jahr als Plattform, um genau diese Angebote sichtbar zu machen und die Akteure der Region Stuttgart miteinander zu vernetzen.

Von der Idee zum Markteintritt

Passend zum Veranstaltungsort stand die Veranstaltung unter dem Motto „Abheben“. Im Fokus: der Weg von der Idee zur Marktreife.

Das Programm bot einen umfassenden Überblick über Unterstützungsmöglichkeiten. Melissa Jung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg stellte als „Fluglotsin“ die Förderangebote des Landes vor. Ergänzend gab Eva Gutbrod von Baden-Württemberg International als „Reiseleiterin“ Einblicke in internationale Perspektiven.

Paneldiskussion vor Publikum bei einer Startup-Night in Leinfelden-Echterdingen.
Foto: Bergmann

Die Verbindung von Wissenschaft und Praxis beleuchtete Dr. Eric Braun von der Universität Stuttgart. Gemeinsam mit Christof Hohmann präsentierte er mit der roboloon UG ein erfolgreiches Beispiel für eine Ausgründung.

Im abschließenden Podium machte Daniel Ludin, Vorsitzender der Industrie- und Wirtschaftsvereinigung LE, deutlich: Deutschland brauche mehr Mut bei Investitionen in Start-ups. Gerade Baden-Württemberg habe hier noch deutliches Potenzial.

Gründungszentrum nimmt konkrete Formen an

Auch zum geplanten Gründungs- und Innovationszentrum gab es neue Details. Oberbürgermeister Ruppaner und Wirtschaftsförderin Angelika Goldak stellten den aktuellen Stand vor: Das rund 900 Quadratmeter große Gebäude auf dem Campus der Weitmann & Konrad GmbH & Co. KG soll zeitnah umgebaut werden. Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Die vertragliche Grundlage zwischen Stadt und WEKO Vermögensgesellschaft steht.

Die Stadt wird Trägerin des Zentrums, sucht aktuell jedoch im Rahmen eines europaweiten Verfahrens nach einem Betreiber. Dieser soll bis Ende Oktober feststehen. Die Eröffnung ist nach Abschluss der Umbauarbeiten für das erste Quartal 2027 geplant.

Impulsgeber für die Region Stuttgart

Mit dem neuen Gründungshub will Leinfelden-Echterdingen gezielt dazu beitragen, dass junge Unternehmen in der Region bleiben, Innovationen vorantreiben und sich zu den mittelständischen Unternehmen von morgen entwickeln.