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Mehr Platz, mehr Möglichkeiten im KäpseLE Goldäcker

Das IBA’27-Projekt KäpseLE Goldäcker im Westen von Echterdingen nimmt die nächste wichtige Hürde. Nach intensiven Gesprächen mit Investoren wurde der städtebauliche Entwurf an die schwierigen Bedingungen der Bauwirtschaft angepasst. Der Gemeinderat wurde informiert und soll den überarbeiteten Plan nun als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren und die Bürgerbeteiligung beschließen.

Plan eines Wohnbauentwicklungsgebiets
Plan: Stadt LE

Grund für die Überarbeitung sind die angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die große Quartiersentwicklungen erschweren. Da niedrigere Grundstückspreise nicht möglich waren, lag der Schwerpunkt auf effizienteren Grundrissen und einer moderaten Erhöhung der baulichen Dichte – im Rahmen der ursprünglichen Vorgaben.

Statt bislang 212 sind nun 270 Wohnungen geplant. Möglich wird das vor allem durch zusätzliche Geschosse im südlichen Baufeld. Die Bruttogrundfläche steigt von rund 28.500 auf etwa 32.450 Quadratmeter. Mit vier bis sieben Geschossen bleiben die Gebäudehöhen an die Umgebung angepasst.

Mehr Wohnungen geplant und verändertes Mobilitätskonzept

Im nördlichen Baufeld entstehen ausschließlich geförderte Wohnungen – insgesamt 79 Einheiten. Damit wird die Quote von rund 30 Prozent Sozialwohnungen im Quartier erfüllt. Außerdem ist dort eine Fläche für eine Kita vorgesehen. Das mittlere Baufeld kombiniert Wohnen mit Angeboten für Seniorinnen und Senioren, ergänzt um Gemeinschaftsräume und kleine Nahversorgung wie etwa eine Bäckerei. Im Süden sind freifinanzierte Wohnungen und eine zentrale Quartiersgarage geplant.

Auch das Mobilitätskonzept wurde angepasst. Die Quartiersgarage soll rund 180 Stellplätze sowie fünf Carsharing-Plätze bieten. Hinzu kommen mindestens 230 Fahrradstellplätze, eine Packstation und eine Fahrradwerkstatt. Weitere Stellplätze entstehen auf den Baufeldern, Besucherparkplätze entlang der Straßen. Für kleinere Wohnungen und generationenübergreifendes Wohnen ist zudem ein reduzierter Stellplatzschlüssel vorgesehen.

Die Bürgerschaft soll frühzeitig beteiligt werden. Der Entwurf wird öffentlich vorgestellt, passende Beteiligungsformate werden derzeit entwickelt. Ziel ist ein lebendiges Quartier, das künftige Bewohnerinnen und Bewohner von Anfang an mitgestalten können. Der einstimmig beschlossene Entwurf bildet nun die Grundlage für das weitere Verfahren.