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Ansprechbar, draußen, nah dran: Mobile Jugendarbeit startet in LE durch

Seit Oktober 2025 gibt es in Leinfelden-Echterdingen die Mobile Jugendarbeit. Das Angebot richtet sich an 14- bis 27-Jährige und bietet niedrigschwellige Beratung und Unterstützung direkt vor Ort, dort, wo junge Menschen leben und sich treffen.

Grüne Sneaker-Schuhe auf buntem Skateboard
Foto: Christian Schwier/Adobe Stock

„Es ist seitdem am Neuen Markt deutlich ruhiger geworden“, berichtet Bürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell. Er verweist damit auf frühere Beschwerden aus der Bevölkerung.

Bis zur Einführung war Leinfelden-Echterdingen die einzige Kommune im Landkreis ohne Mobile Jugendarbeit.

So funktioniert die Mobile Jugendarbeit

Die Mobile Jugendarbeit ist aktuell mit einer befristeten 70-Prozent-Stelle ausgestattet. Finanziert wird das Angebot über:

  • Rücklagen des Stadtjugendrings (SJR)
  • Fördermittel der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG)

Ziel ist es, junge Menschen in belastenden Lebenslagen zu begleiten, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und Diskriminierung, Ausgrenzung oder Kriminalisierung entgegenzuwirken.

Streetwork direkt an Treffpunkten

Ein zentraler Bestandteil ist das Streetwork: Fachkräfte suchen Jugendliche an Plätzen, Parks und Treffpunkten auf und kommen dort unkompliziert ins Gespräch.

„Erste Einsätze fanden bereits in Stetten und am Neuen Markt in Leinfelden statt“, erklärt Streetworkerin Susanne Bethancourt. Langfristig soll das Streetwork auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden – in enger Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen, Schulen und sozialen Trägern.

Vernetzt im Gemeinwesen

Die Mobile Jugendarbeit arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen:

  • Schulen
  • Jugendeinrichtungen
  • Soziale Träger
  • Stadtbücherei
  • Volkshochschule
  • BONUS-Markt in Stetten

Ziel ist es, Begegnungsräume zu schaffen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Individuelle Unterstützung ohne Hürden

Junge Menschen erhalten persönliche Beratung und Begleitung – im Alltag oder in akuten Krisen. Die Mobile Jugendarbeit vermittelt auch an passende Hilfsangebote und dient als Bindeglied zwischen Jugendlichen und bestehenden Unterstützungsangeboten.

Das Angebot funktioniert ohne feste Termine oder formale Voraussetzungen.

Weiterführung geplant

Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die Mobile Jugendarbeit wird gebraucht.

In den kommenden Monaten stehen auf der Agenda:

  • Ausbau des Angebots
  • Vertiefung der Netzwerkarbeit
  • Klärung der dauerhaften Finanzierung

Der Ausschuss befürwortet die Fortführung. „Wir werden mit dem SJR in den Dialog gehen und noch vor der Sommerpause einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen vorlegen“, kündigt Bürgermeister Dr. Kalbfell an.