Grabhügelfeld der Hallstattzeit (um 500 v. Chr.)
Mitten im Schönbuch erstreckt sich eines der größten und seit langem bekannten frühkeltischen Grabhügelfelder aus der Hallstattzeit mit insgesamt noch 29 sichtbaren Grabhügeln. Inmitten der Grabhügel liegt ein in seiner ursprünglichen Form und Größe wieder aufgeschütteter und rekonstruierter Grabhügel (Station 6). Die Grabhügel besitzen z. T. stattliche Ausmaße, der größte Hügel hat einen Durchmesser von 35 m und eine Höhe von noch 3 m. Sie sind meist durch Tierbauten zerwühlt und zeigen deutliche Grabspuren. Durch E. Paulus wurden im 19. Jahrhundert in den Hügeln Grabungen durchgeführt, die die typischen hallstattzeitlichen Brand- und Körpergräber enthielten. Zu den Funden, die leider nicht mehr zugeordnet werden können, gehören neben Keramikgefäßen auch so kostbare Schmuckstücke wie ein goldener Ohrring, Arm- und Fußringe aus Bronze und ein kleiner Glasring aus der späten Hallstattzeit. Die Zahl der Hügel und vor allem auch die mächtigen Erdaufschüttungen zeigen, dass in unmittelbarer Nähe eine Siedlung bestanden haben muss, deren genaue Lage wir allerdings nicht kennen.
