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Stetten, Hof und Weidach - historische Fotografien

Ein Rundgang durch Stetten, Hof und Weidach - eine alte Stettenerin erzählt von früher

Luise Koch, Jahrgang 1913, erinnert sich in dem nun folgenden Rundgang an ihre frühesten Kindheitseindrücke. Es ist die Zeit um 1917/1918. Der Rundgang beginnt am Ortseingang von Stetten (von Echterdingen herkommend).

Dass im ersten Weltkrieg (1914-1918) niemand baute, ist verständlich. Die drei Weiler haben sich für Jahre kaum verändert. Die Straße von Echterdingen her war schmal und uneben. Vor dem Ortseingang lag neben der Straße das "Saele neaba de Bappla" (kleiner See neben den Pappeln). Das erste Gebäude (auf der linken Seite) war das Haus von Johannes Vohl. Er war der Großvater mütterlicherseits der Schwarzbuben. Auf der anderen Seite wohnte Jakob Steck. Er besaß das erste Fahrrad in Stetten und lange Jahre war er Milchmann.

Wiedmanns Haus stand auch schon, die Erbauer hießen aber Steck. Gegenüber (auf der linken Straßenseite) kam das Haus Kilgus. Mein Patenonkel Fritz Vohl, der älteste Bruder meiner Mutter, heiratete eine Tochter aus diesem Haus. 1917 wurde er noch zum Landsturm eingezogen und fiel am Hartmannsweilerkopf im Elsass. Mein Großvater ließ ihn in die Heimat überführen in einem Zinksarg, in dem ein Guckfensterchen in der Höhe des Gesichts eingesetzt war. Der Blick auf den Toten ist eine meiner frühesten Erinnerungen.

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