Urbane Mitte Leinfelden

Eintauchen in sensible Transformationen – Köpfer in eine gemeinsame Zukunft
Leinfelden Mitte soll sich verändern – grundlegend und zukunftsorientiert. Gemeinsam mit der Robert Bosch GmbH möchte die Stadt Leinfelden-Echterdingen einen neuen, lebendigen Stadtraum entwickeln. Heute noch trennt die S-Bahntrasse den Ort in Ost und West – künftig soll die Stadt hier besser zusammenwachsen.
Im Mittelpunkt steht der „Sprung über die Gleise“: Das Ziel ist, beide Stadtseiten räumlich und funktional zusammenzuführen – mit Raum für Wohnen, zukunftsfähigen Arbeitsplätzen, Natur, Freizeit und zeitgemäßer Mobilität.

Wie lief der Planungsprozess ab?
Dieser Wandel soll durch Dialog entstehen. Im Rahmen eines kooperativen Verfahrens mit vorgeschalteter Bürger-Ideen-Veranstaltung erarbeiteten interdisziplinäre Planungsteams – bestehend aus Büros für Stadtplanung und Landschaftsarchitektur – neue Ideen für eine neue urbane Mitte. Wir danken an dieser Stelle allen drei Planerteams für die sehr kollegiale Beteiligung an diesem besonderen dialogischen Werkstattverfahren.

Neben dem Boschwerksgelände wurden auch das gesamte Gewerbegebiet, das Rathaus-Umfeld, die Bahnhofstraße und der Neue Markt in die Planungen einbezogen. Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte „Sprung über die Gleise“ – das Ziel, die beiden Stadtseiten räumlich und funktional miteinander zu verbinden.
Kern des Verfahrens war eine mehrtägige Planungswerkstatt im Oktober 2025. Dort trafen Fachleute, Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Politik und der Wirtschaft sowie eine unabhängige Jury aufeinander, um gemeinsam Perspektiven für Leinfelden Mitte zu diskutieren.
Im Anschluss bearbeiteten die Planungsteams in einer mehrwöchigen Arbeitsphase die komplexe Aufgabenstellung. Im Februar 2026 tagte eine Jury aus Fachleuten sowie Mitgliedern des Gemeinderats, um die Beiträge der Büros zu bewerten– und gab Empfehlungen für die weitere Entwicklung ab.
Leinfelden diskutiert die Zukunft seiner Mitte
Drei renommierte Stadtplanungsbüros haben Ideen zur Zukunft der Leinfelder Mitte entwickelt. Am 12. März 2026 wurden die Konzepte und Modelle der Mehrfachbeauftragung erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei handelt es sich um Ideen und Zukunftsperspektiven, auf deren Grundlage die zukünftige Entwicklung einer lebenswerten und wirtschaftlich attraktiven Urbanen Mitte in Leinfelden weiter konkretisiert werden soll.
Wie könnte die „Urbane Mitte“ von Leinfelden künftig aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer gut besuchten Dialogveranstaltung am Donnerstag, 12. März 2026, in der Filderhalle. Rund 60 bis 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadt, um sich über die städtebaulichen Ideen für das Gebiet beidseits der Bahngleise zu informieren – und selbst mitzudiskutieren.
Oberbürgermeister Ruppaner eröffnete den Abend und begrüßte die Teilnehmenden. In seinen einleitenden Worten dankte er allen Beteiligten, die an dem mehrmonatigen Prozess mitgewirkt haben. Das Verfahren zur Entwicklung der „Urbanen Mitte“ war im Herbst 2025 mit der ersten Dialogveranstaltung gestartet und sollte von Beginn an die Bürgerschaft einbeziehen.
Mehrmonatiger Planungsprozess mit Bürgerbeteiligung
Im Zentrum des Prozesses stand ein kooperatives Werkstattverfahren: Drei externe Planungsteams (Rang 1: Hähnig I Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, Tübingen Rang 2: KARRES EN BRANDS, Hamburg/Hilversum Rang 3: asp Architekten GmbH, Stuttgart mit TREIBHAUS Landschaftsarchitektur, Hamburg) entwickelten dabei unterschiedliche städtebauliche Konzepte für die künftige Entwicklung des Areals rund um die Bahngleise. Ziel war es, neue Perspektiven für das Gebiet zu eröffnen und mögliche Leitlinien für die weitere Planung aufzuzeigen.
Auch die Wirtschaft war in den Prozess eingebunden. Oliver Bezner von Bosch Global Real Estate betonte in seinem Beitrag die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Stadt. Das Verfahren habe „neue Ideenräume geöffnet“, sagte Bezner. Davon könne nicht nur das Gewerbegebiet Leinfelden profitieren, sondern langfristig die gesamte Stadt.
Durch den Abend führte Moderator Jörg Faltin vom Büro Faltin + Sattler. Er blickte zunächst auf den bisherigen Verlauf des Werkstattverfahrens zurück und stellte anschließend die Konzepte der zweit- und drittplatzierten Planungsteams vor.
Siegerentwurf im Mittelpunkt des Abends
Ein besonderer Moment des Abends war die Präsentation des Siegerentwurfs: Das Tübinger Büro Hähnig Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, das im Wettbewerb den ersten Rang erreicht hatte, war persönlich vor Ort und erläuterte seinen Entwurf sowie den Entstehungsprozess dahinter.
Die Besucherinnen und Besucher konnten sich anschließend selbst ein Bild machen. Modelle und Planunterlagen aller drei Büros waren im Saal ausgestellt. An den jeweiligen Ständen standen Ansprechpartner bereit, um Fragen zu beantworten und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Oberbürgermeister Ruppaner sowie Vertreter des Siegerbüros nutzten die Gelegenheit ebenfalls für direkte Gespräche an den Plänen und Modellen. So entwickelte sich ein lebendiger Austausch zwischen Fachleuten, Stadtverwaltung und Bürgerschaft.
Am Ende des Abends stand weniger ein fertiger Masterplan als vielmehr ein gemeinsames Verständnis für mögliche Entwicklungsrichtungen. In angenehmer Atmosphäre entstanden zahlreiche Gespräche, Ideen und Anregungen – ein Zeichen dafür, dass die Zukunft der „Urbanen Mitte“ viele Menschen in Leinfelden bewegt.
Ergebnisse sind Impulse für die zukünftige Entwicklung
- Die präsentierten Ergebnisse sind dabei kein abgeschlossener Endpunkt, sondern bilden den Auftakt für weitere Entwicklungen, vertiefende Planungen und einen fortlaufenden Dialog mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren vor Ort.
- Markus Müller, Präsident der Architektenkammer BW und Vorsitzender der Empfehlungskommission für dieses Verfahren, hob lobend die die hervorragende und sehr kollegiale Beteiligung der drei Planer-Teams an dem besonderen Dialog-Verfahren hervor sowie das extrem hohe Niveau aller drei Arbeiten.
- Es sind drei sehr überzeugende und kreative Ideen erarbeitet worden, mit unterschiedlichen Stärken und Ausrichtungen, die nicht nur die Empfehlungskommission inhaltlich und fachlich beeindruckt haben.
- Ausdrücklich bedanken möchte sich die Stadt Leinfelden-Echterdingen bei den drei beteiligten Planer-Teams. Zusätzlich auch bei den beteiligten privaten Akteuren aus dem betrachteten Gebiet und der Stadtgesellschaft sowie bei den Expertinnen und Experten der Empfehlungskommission.
- Die drei Planer-Teams sind: Rang 1: Hähnig I Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB, Tübingen Rang 2: KARRES EN BRANDS, Hamburg/Hilversum Rang 3: asp Architekten GmbH, Stuttgart mit TREIBHAUS Landschaftsarchitektur, Hamburg





