Stiftungen in Leinfelden-Echterdingen

Selten kann eine Kommune alle für die Gemeinschaft nützlichen und notwendigen Aufgaben allein erledigen. Stiftungen sind zunehmend wichtige Akteure bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen: Als Impulsgeber, finanzielle Säule, Projektträger und Innovationsschmiede sind sie ein wichtiger Teil unserer Bürgergesellschaft.

Bürgerstiftung Leinfelden-Echterdingen

„Gutes tun braucht Zeit und Geld“ lautet das Motto der Bürgerstiftung Leinfelden-Echterdingen. Gegründet wurde sie im Herbst 2005 von Bürgern für Bürger. Die Bürgerstiftung ist finanziell und politisch unabhängig und versteht sich als Initiator, Koordinator und Katalysator gemeinnütziger Aktivitäten in Leinfelden-Echterdingen. Erklärtes Ziel ist es, neue Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement zu schaffen und zu fördern, vor allem in den Bereichen Kultur und Bildung, Jugend, Familie, Senioren sowie mildtätige Zwecke, Umwelt und Sport sowie Völkerverständigung und Lebensqualität.

Nähere Informationen zur Bürgerstiftung und den Stiftern, zu Ihren Möglichkeiten die Stiftung mit zeitlichem oder finanziellem Engagement zu unterstützen oder in den Genuss der Förderung zu kommen, finden Sie auf den Internetseiten der Bürgerstiftung LE.

Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“

Logo der Gedenkstiftung – Unterzeile: „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“

2008 haben die beiden Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen eine gemeinsame Stiftung gegründet. Sie soll einerseits die Erinnerung an die Opfer des KZ-Außenlagers auf dem Flughafen bewahren, andererseits aber Projekte unterstützen, die dazu beitragen, dass sich ein solches Unrecht – in vielen denkbaren Formen – in der Gegenwart und in Zukunft nie mehr wiederholt.

Die Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich an Kinder und Jugendliche beider Städte.

Projektbewerbungen 2019 liegen vor

Zum elften Mal werden in diesem Jahr Projekte von der Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ ausgezeichnet. Vor der Sommerpause wird der Stiftungsrat die Platzierungen festlegen. Die Prämierung der Arbeiten findet dann Ende des Jahres statt.

Eingereicht wurden 18 Projekte:

  • Das Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium Echterdingen gestaltete eine Theaterszene bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag.
  • Gelebte Ethik heißt an der Jahnschule Harthausen, sich mit vielerlei Aktionen für das Gemeinwohl zu engagieren. Außerdem wurden bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag Texte vorgetragen.
  • Ein Theaterstück, bei dem auch behinderte Menschen unter den Schauspielern waren, hat der Akkordeon- und Handharmonika-Club Sielmingen aufgeführt.
  • Bei der Helfergruppe Arbeit und Integration des Vereins Lebenswertes LE können Flüchtlingskinder ihre Muttersprache – Arabisch – erlernen.
  • Eine AG Treffpunkt Kulturen/Charity und einen Aktionstag gegen Rassismus hat das Eduard-Spranger-Gymnasium initiiert.
  • Die 10a der Immanuel-Kant-Realschule Leinfelden hat ihre Studienfahrt nach Berlin im Film festgehalten. Die 7b hat eine App zur Geschichte von LE entwickelt.
  • Das Theaterprojekt der Freien Waldorfschule Gutenhalde befasste sich mit Carl Zuckmayers „Gesang im Feuerofen“.
  • Der Verein Integra Filder wandte sich mit einer Plakataktion gegen Populismus und Ausgrenzung. Ein zweites Projekt in Kooperation mit der Kunstschule Filderstadt galt Mädchen mit Mitgrationshintergrund.
  • Freiwillig Engagierte treffen sich beim Projekt „ZeitRaum 2.0“ von Kunstschule, Zentrum für Begegnung und Bildung „das Wie“ sowie VHS Filderstadt zum kreativen Austausch.
  • Die Interkulturelle Ecke der Bücherei Filderstadt in Kooperation mit dem Amt für Integration, Migration und Soziales wendet sich an kleine Besucher.
  • Spielerisches Üben der deutschen Sprache mit Liedern und Bewegung bietet das Amt für Integration, Migration und Soziales mit der FiLUM Musikschule.
  • In der „Frauen-Sitzung“ hilft das Amt für Integration, Migration und Soziales Filderstadt, im deutschen Alltagsleben Fuß zu fassen.
  • Ein Bewerbecoaching für Geflüchtete bietet der AK Asyl Filderstadt an.
  • Gemeinsames Musizieren ermöglichen Musikschule und Bürgerstiftung Kindern an der Ludwig-Uhland-Werkrealschule in Leinfelden.
  • Selbstgebackene Gutsle verkauften Geflüchtete und der AK Asyl LE; vom Erlös wurde die „Aktion Wunschsterne“ der Bürgerstiftung unterstützt.

Neu im Stiftungsrat

Die von Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen gegründete Gedenkstiftung ist paritätisch besetzt mit je fünf Mitgliedern beider Städte. Neu bestimmt vom Gemeinderat wurden als Mitglieder des Stiftungsrates aus Leinfelden-Echterdingen für die Amtszeit 2019-2020 Barbara Sinner-Bartels (SPD), Ingrid Grischtschenko (Grüne) sowie als Nachfolgerin für Dr. Jörg Müller Claudia Rugart (Abteilungspräsidentin Schule und Bildung beim Regierungspräsidium Stuttgart).

Vorsitz

Turnusgemäß fand am 26. Juli 2016 ein Wechsel im Stiftungsrat statt: Für die nächsten zwei Jahre übernimmt Filderstadt mit Prof. Dr. Willfried Nobel (Vorsitzender) und Gottfried Reimold (Stellvertreter) den Vorsitz.

Aufgaben

Die Auswahl und Bewertung der eingereichten Projekte ist nur eine Aufgabe, der sich der Stiftungsrat jährlich mit großer Freude und Engagement widmet – und die ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Stiftungsräte nicht möglich wäre. Die Stiftungsarbeit ist eine Herzenssache. Daher freuen sich die Stiftungsräte auf zahlreiche neue Bewerbungen und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.

Seit 2009 prämieren Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen Projekte des zivilgesellschaftlichen Engagements. Die Stiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ soll einerseits die Erinnerung an die Opfer des KZ-Außenlagers auf dem Flughafen bewahren, andererseits aber Projekte der Gegenwart unterstützen, die dazu beitragen, dass sich ein solches Unrecht – in vielen denkbaren Formen – in der Gegenwart und in Zukunft nie mehr wiederholt.

​​Das zweistufige Verfahren

  1. Die Bewerber reichen zunächst eine Projektskizze ein, aus der der Bezug zum Stiftungszweck erkennbar sein muss. Der Stiftungsrat prüft die Projektskizzen auf Übereinstimmung mit dem Stiftungszweck und entscheidet über deren Zulassung.
  2. Einzusenden sind dann Projektberichte oder Arbeitsergebnisse in Form von Broschüren, Ausstellungen, Film- oder Tondokumenten, auf deren Grundlage der Stiftungsrat die Prämierung durchführen kann. Sollte das Projekt noch nicht abgeschlossen sein, müssen die bisherigen Arbeitsergebnisse ausreichend dokumentiert und ein erfolgversprechender Abschluss zu erwarten sein.

Ansprechpartner

Für nähere Details zum Auswahlverfahren, Erläuterungen und Anregungen und für weitere Informationen zur Stiftung stehen wir gerne zur Verfügung:

Sandra Hofmann (Geschäftsführung Gedenkstiftung)
Persönliches Referat Oberbürgermeister Roland Klenk
Telefon: 0711 1600-219, Fax: 0711 1600-345,
E-Mail: s.hofmann@le-mail.de

Prof. Dr. Willfried Nobel
Vorsitzender des Stiftungsrats
Telefon: 0711 70 46 62
E-Mail: w.nobel@t-online.de

Bewerbungen

Bewerbungen richten Sie bitte an:
Stiftung „Gemeinsame Erinnerung – Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“
c/o Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen
Marktplatz 1
70771 Leinfelden-Echterdingen

Satzung

Die Satzung der Gedenkstiftung können Sie hier herunterladen:
Satzung der Gedenkstiftung (66,3 KB)

Gedenkstätte Echterdingen – Bernhausen

Informationen zur Gedenkstätte erhalten Sie auf der Internetseite:
Gedenkstätte Echterdingen – Bernhausen