Kriminalitätsstatistik für LE vorgestellt 2020 war vergleichsweise sicher

Steffen Schmidt, der Leiter des auch für Leinfelden-Echterdingen zuständigen Polizeireviers in Filderstadt, hat kürzlich im Gemeinderat die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Seine erfreuliche Botschaft: „So sicher wie in 2020 war es schon lange nicht mehr.“

Luftaufnahme von Leinfelden-Echterdingen
Foto: Mende

Damit spiegelt sich auch in LE eine Entwicklung wider, die man so auch in Baden-Württemberg und im Landkreis Esslingen beobachtet. Grund dafür sei nach Worten des Polizeibeamten unter anderem die Corona-Pandemie. „Die Täter hatten weniger Gelegenheiten“, so Schmidt.

In LE gab es im vergangenen Jahr – Messe und Flughafen nicht berücksichtigt – insgesamt 1086 Straftaten. „Ein deutlicher Rückgang um 359 Fälle“, wie der Revierleiter sagte. Die Aufklärungsquote ist seinen Worten nach von 49,8 auf 56,3 Prozent gestiegen.

Die Beamten des Reviers gingen zwei Tötungsversuchen nach, was im Vergleich zum Vorjahr – wo es keine derartigen Delikte gab – eine Steigerung ist. Auch bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, wie es bei der Polizei offiziell heißt, gab es einen merklichen Anstieg. 2019 wurden noch 9 Fälle verzeichnet, im vergangenen Jahr 16. Eine Vielzahl davon sei online erfolgt. Bei häuslicher Gewalt wurde keine Zunahme verzeichnet.

Bei den 185 Fällen von Vermögens- und Fälschungsdelikten registrierten die Beamten einen Schaden von 3,5 Millionen Euro. „Die Zahl der Wohnungseinbrüche und Diebstähle ist erfreulicherweise zurückgegangen – von 45 in 2019 auf 21 im vergangenen Jahr. „Es gab nur sieben vollendete Einbrüche“, sagte Schmidt, die Aufklärungsquote lag bei 56 Prozent.

Roland Klenk dankte den Beamten des Reviers und des Polizeipostens in LE für die sehr gute Arbeit, die sie für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten. Der Oberbürgermeister lobte außerdem die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der städtischen Polizei und der Landespolizei.