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Tätlicher Angriff in der Ausländerbehörde

In der Ausländerbehörde im Rathaus Leinfelden kam es am Dienstagvormittag zu einem tätlichen Angriff. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung mit der Sachbearbeiterin wurde der hinzu geeilte Sachgebietsleiter von einem 19-jährigen Iraker angegriffen und niedergeschlagen. Der städtische Mitarbeiter wurde mit einer Platzwunde in ein Krankenhaus gebracht, das er inzwischen wieder verlassen konnte.

Der 19-Jährige war der dolmetschende Begleiter eines anderen Irakers. Dieser wollte ein Reisedokument für einen Flug in den Irak beantragen. Die Stadt kann ein solches Dokument jedoch nicht ausgeben, denn die Passhoheit obliegt dem jeweiligen Heimatland. Das irakische Konsulat hatte dem Mann nach dessen eigener Aussage das Dokument verweigert. Das Angebot seitens der städtischen Ausländerbehörde, mit dem Konsulat deshalb Kontakt aufzunehmen, war von ihm abgelehnt worden.

Die beiden Männer flüchteten nach der Tat, stellten sich einige Zeit später aber der Polizei. Beide leben in Leinfelden-Echterdingen und haben eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis.

Einen Tag später kam es erneut zu einem Vorfall. Ein Mann, der eine polizeiliche Meldeauflage zu erfüllen hat, sich also regelmäßig beim Polizeiposten melden muss, wollte dies bei der Ausländerbehörde der Stadt erledigen. Dass dies nicht möglich ist, weil die Zuständigkeit bei der Polizeibehörde liegt, konnte er nicht akzeptieren.

Nach einem Wortgefecht trat er stattdessen die Tür ein und stieß im Hinausstürmen am Rathauseingang eine Frau mit Kind derart gegen die Wand, dass sie sich leicht verletzte. Der Mann wurde von der Polizei festgenommen.