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Steigender Anteil bei Recyclingpapier

Schon seit einigen Jahren setzt die Stadtverwaltung auf die Verwendung von Recyclingpapier. Dessen Anteil ist von 38 Prozent im Jahr 2012 aktuell auf über 75 Prozent gestiegen. Bei der Beschaffung wird darauf  geachtet, dass das Papier die Zertifikate „Blauer Engel“, „Eco-Label“ sowie „FSC-Label“ erhalten hat.

Die Stadtverwaltung sieht sich nun durch einen Antrag der Grünen gestärkt, der jüngst im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss einstimmig verabschiedet worden ist. Demzufolge wird die Verwaltung beauftragt, auch künftig in allen Bereichen – also auch beispielsweise Schulen und Kindergärten – in technisch möglichem Maße Recyclingpapier zu verwenden und damit sparsam umzugehen.

Um neben der Kernverwaltung alle Bereiche der Stadtverwaltung auf das hohe Gut der Nachhaltigkeit zu verpflichten, soll eine entsprechende Dienstanweisung erlassen werden. Darin wird die Verwendung von Recyclingpapier zur grundsätzlich verpflichtenden Regel erklärt. Allerdings kann nicht komplett auf Recyclingpapier umgestellt werden. Das liegt daran, dass archivwürdige Dokumente wie Gemeinderatsvorlagen, Protokolle, Urkunden und Verträge unbegrenzt aufbewahrt werden müssen. Diese Anforderung wird gemäß einer DIN-Norm nur von Frischzellenpapier garantiert. Bei dessen Kauf wird jedoch darauf geachtet, dass das zentral beschaffte Papier chlorfrei gebleicht ist und in nachhaltiger Waldwirtschaft produziert wird.

Neben dem Thema Papierverbrauch erachtet die Verwaltung das Thema Papiervermeidung als wichtig. Durch die Digitalisierung wird sich diese Entwicklung verstärkt fortsetzen. Der Trend ist sichtbar, sank die zentral bestellte Papiermenge in den vergangenen Jahren doch von 5,6 Millionen Blatt Papier (2016) auf nun 4,86 Millionen.