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Mehr Solarstrom von städtischen Dächern

Nach einem Beschluss des Gemeinderats können die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen ihre Strategie beim Aufbau von Photovoltiakanlagen auf den Dächern städtischer Gebäude verändern. Bisher stand die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Ein wesentliches Ziel war, die Anlagen so zu dimensionieren, dass ein möglichst großer Teil des erzeugten Strom in das Gebäude fließt.

Denn ohne einen hohen Anteil von selbst genutztem Photovoltaikstrom ist ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund der sinkenden Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht möglich. Das hat dazu geführt, dass die Fläche für Solarmodule auf den Dächern in der Vergangenheit nicht komplett ausgenutzt wurde. Mancherorts verzichtete man sogar ganz auf den Bau der Photovoltaikanlagen.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats wird es künftig darum gehen, so viel Solarzellen wie möglich auf die städtischen Dächer zu bekommen. Nach Ansicht der Stadtwerke kommt den Photovoltaikanlagen eine herausragende Rolle beim Klimaschutz zu. Die Nutzung der Sonne zur Stromerzeugung ist neben der Einrichtung von Wärmequartieren die zentrale Strategie der Stadt, um die Klimaziele zu erreichen. Das Land hat das Vorgabe gemacht, wonach bis 2050 der  Gebäudebestand klimatneutral sein soll.

„Das ist ein klares Zeichen der Stadt“, kommentierte Roland Klenk den Beschluss des Gemeinderats. Damit zeige man, dass man nicht nur den Profit verfolge. „Wir versetzen die Stadtwerke nun in die Lage, die Photovoltaik so schnell wie möglich auszubauen“, so der Oberbürgermeister.