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Nichtinvestive Städtebauförderung im Quartier „Historische Mitte Echterdingen“

Im Jahr 2018 wurde die „Historische Mitte Echterdingen“ (HiMi) vom Gemeinderat als Sanierungsgebiet festgesetzt. Im Laufe der kommenden Jahre soll das Gebiet in diesem Zuge durch umfangreiche städtebauliche Maßnahmen als Ortskern Echterdingens neu erlebbar werden. Näheres zum Sanierungsverfahren finden Sie unter der Rubrik Sanierung.

Neben den investiven (baulichen) Maßnahmen wird das Sanierungsverfahren durch verschiedene Bürgerbeteiligungsformate begleitet. Es ist das Ziel, durch die Einbindung aller beteiligten Gruppen den bedarfsgerechten Einsatz der Städtebaufördermittel zu ermöglichen. Diese Vorgehensweise bezieht sich nicht nur auf einzelne Maßnahmen, sondern auch auf das komplette Gebiet der HiMi. So wurde zum Beispiel der sanierungsbegleitende Rahmenplan in enger Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft in mehreren Werkstätten, zuletzt im Januar 2020, erarbeitet.

Da das Sanierungsgebiet HiMi in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen wurde, entstehen besondere Ansprüche an die Beteiligung der Bürgerschaft unter dem Aspekt des Zusammenlebens, der Begegnung und des Miteinanders. Zusätzlich zum Städtebauförderprogramm wurde die HiMi Echterdingen deshalb in das Programm für „Nichtinvestive Städtebauförderung“ aufgenommen.

Die „Nichtinvestive Städtebauförderung“ (NIS)

Ergänzend zur Städtebauförderung für bauliche Maßnahmen im Sanierungsgebiet werden durch die NIS Projekte zur Stärkung des sozialen Lebens und Zusammenhalts im Quartier gefördert. Die Stadt Leinfelden-Echterdingen wurde 2018 mit einem Gesamtförderrahmen von 140.000 Euro (60% dieses Förderrahmens trägt das Land Baden-Württemberg, 40% die Stadt Leinfelden-Echterdingen) in das Programm aufgenommen und erhält Förderungen in drei Bereichen der NIS. Das Programm läuft in LE vorläufig bis April 2023.

Grafik: Stadt

Insgesamt 65.000 Euro stehen für das Quartiersmanagement zur Verfügung. Es hat die Aufgabe, stattfindende Veranstaltungen zu koordinieren und steht als Ansprechpartner für alle sozialen Belange im Rahmen der NIS zur Verfügung. Für die HiMi wurde das Büro DIALOG BASIS mit dem Quartiersmanagement beauftragt.

Besonders wichtig im Rahmen der NIS sind die Mittel des Verfügungsfonds. Mit insgesamt 50.000 Euro können hier selbstorganisierte Projekte aus der Bürgerschaft für die Bürgerschaft gefördert werden.

Für Kosten im Rahmen der NIS, die weder dem Quartiersmanagement, noch dem Verfügungsfonds zugeordnet werden können, steht ein Rahmen von 25.000 Euro für sonstige nichtinvestive Kosten zur Verfügung. Bevor auf Mittel aus diesem Topf zugegriffen werden kann, wird ein Beschluss des Gemeinderats benötigt.

Weiterführende Informationen sind auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg zu finden:
Programm für nichtinvestive Städtebauförderung (NIS): Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Fördermittel für selbstorganisierte Bürgerprojekte

Die Mittel des Verfügungsfonds sollen dazu genutzt werden, durch selbst konzipierte und durchgeführte Projekte von Vereinen, Gewerbetreibenden, Privatpersonen und sonstigen Institutionen mit Bezug zu Echterdingen für die lokale Bürgerschaft den Zusammenhalt im Quartier zu stärken und die HiMi auch stärker als soziales Zentrum von Echterdingen erlebbar zu machen. Nach Beschluss des Gemeinderats im Sommer 2020 können derartige Projekte zu 100% gefördert werden, sofern sie eines (oder mehrere) der folgenden Zielsetzungen verfolgen:

  • Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit
  • Inklusion von Menschen mit Behinderungen
  • Teilhabe von älteren Menschen am Leben im Quartier
  • Beteiligung und Mitwirkung der Einwohnerinnen und Einwohner aller Generationen
  • Integration von Migrantinnen und Migranten
  • Mobilisierung ehrenamtlichen Engagements

Sollten Sie Interesse haben, ein Projekt im Rahmen des Verfügungsfonds zu realisieren, beachten Sie bitte die Förderrichtlinien und das dazugehörige Antragsformular, die Sie zum Download unten auf der Seite finden. Unter anderem sind für eine mögliche Förderung folgende Voraussetzungen zu beachten:

  • Die beantragten Fördermittel sollten in der Regel 5.000 Euro nicht überschreiten.
  • Nach der Durchführung des Projekts muss ein kurzer Bericht über den Ablauf der Veranstaltung beim Planungsamt abgegeben werden. Dies dient zur Dokumentation und Überprüfung, ob das Projekt das gewünschte Ziel erreicht hat.
  • Der Antrag auf Förderung eines NIS-Projekts muss zunächst beim Planungsamt eingereicht werden. Dort findet eine kurze Vorprüfung statt, während der offene Fragen geklärt werden können. Falls eine Hilfestellung beim Antragsverfahren benötigt wird, steht die Stadtverwaltung ebenfalls zur Verfügung.

Ein Kernpunkt in der NIS stellt die Entscheidung über Fördermittel durch die Bürgerschaft selbst dar. Anträge auf Projektförderung werden zwar bei der Stadt Leinfelden-Echterdingen für eine Vorprüfung eingereicht, allerdings zur Entscheidung über die Förderfähigkeit an das HiMi-Team weitergegeben.

Foto: Stadt

Das HiMi-Team

Um die Sanierung der HiMi zu begleiten und über Projektanträge im Rahmen des NIS-Verfügungsfonds zu entscheiden, wurde mit Beschluss des Gemeinderats das HiMi-Team mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerschaft, der Gewerbetreibenden, des Kirchengemeinderats, der Seniorinnen und Senioren und der Jugend gegründet. Zum Großteil haben die Mitglieder bereits an der letzten Bürgerwerkstatt im Januar 2020 teilgenommen und sich dort zum weiteren Engagement bereiterklärt.

Das HiMi-Team trifft sich in regelmäßigen Abständen mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, um über aktuelle Themen in der Sanierung zu beraten und wird künftig für die Bewilligung von Fördermitteln für selbstorganisierte Bürgerprojekte zuständig sein.

Downloads

Antrag auf Fördermittel aus dem Verfügungsfonds (471,7 KB)
Förderrichtlinien für NIS-Projekte (450,4 KB)

Fragen beantwortet:
Tamara Atexinger
Telefon: 0711/1600-835
E-Mail: t.atexinger@le-mail.de