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Dritter Transport von den Fildern in der gemeinsamen Partnerstadt angekommen Zwölf Tonnen Hilfsgüter für Poltawa

Zwölf Tonnen Hilfsgüter von den Fildern sind unlängst im ukrainischen Poltawa angekommen. Die Städte Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen hatten dafür im Oktober gemeinsam mit den jeweiligen Ortsgruppen des Deutschen Roten Kreuzes eine weitere Spendenaktion zugunsten der Menschen in der gemeinsamen Partnerstadt organisiert.

Mehrere Europaletten mit eingeschweißten Hilfsgütern
Gut verpackt wurden zwölf Tonnen Hilfsgüter nach Poltawa gebracht. Foto: Wallrauch

Gemeinsam mit den beiden vorangegangenen Hilfstransporten konnte die Bevölkerung in Poltawa seit Beginn des Kriegs mit 30 Tonnen Hilfsgütern versorgt werden. „Ein großer Dank an alle Spenderinnen und Spender, den vielen Helferinnen und Helfern der DRK-Ortsgruppen sowie der Firma EW Responsemarketing für ihre Unterstützung“, so Birgitta Wallrauch von der Stadtverwaltung Ostfildern, die an der Organisation beteiligt war.

Bei den Sammelstellen der drei DRK-Ortsgruppen hatten sich im Oktober bereits vor Beginn der Annahme Schlangen gebildet. Hilfsgüter wurden in Kartons und Säcken gebracht. Viele Personen hatten extra Lebensmittel und Hygieneartikel eingekauft. Neben den Sachspenden aus der Bevölkerung wurde vom gemeinsamen Spendenkonto der drei Städte auch Medikamente und medizinischer Bedarf eingekauft, was mit Unterstützung der Medius-Kliniken zu guten Konditionen finanziert werden konnte.

Die Hilfsgüter wurden anschließend von der Spedition bgm Expresslogistik an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. Dort wurden sie von den ukrainischen Partnern abgeholt, nach Poltawa gebracht und an bedürftige Menschen und Binnenflüchtlinge verteilt. Denn in Poltawa sind viele Geflüchtete aus den stark umkämpften Gebieten untergekommen. Poltawa hingegen wurde bisher weitestgehend von Angriffen verschont. Trotzdem bestimmen der Krieg, die Raketenalarme und die Angriffe auf die kritische Infrastruktur zunehmend den Alltag der Menschen.

Mitte vergangener Woche kam es zu massiven Angriffen auf das ukrainische Energiesystem, was im ganzen Land zu Notabschaltungen führte. Die Menschen in Poltawa waren rund 24 Stunden ohne Strom. Dadurch funktionierte die Versorgung mit Wasser und Wärme ebenfalls nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt. Zwar konnte die Stromversorgung wiederhergestellt werden, jedoch gibt es weiterhin Stromausfallpläne mit geplanten Stromabschaltungen. In Poltawa wurden mittlerweile 31 Orte eingerichtet, an denen sich Generatoren befinden und Strom, Wasser, Ruhebetten sowie erste Hilfe kostenlos und rund um die Uhr angeboten wird.