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Überwiegend in gutem Zustand Wasserleitungsnetz in LE überprüft

In diesen Tagen wird wieder einmal bewusst, wie wichtig gutes Wasser ist. Scheinbar selbstverständlich läuft es jederzeit in gewünschter Menge aus dem Hahn. Doch hinter dieser Selbstverständlichkeit steckt ein enormer Aufwand.

Wasserbecken der Bodenseewasserversorgung auf der Sipplinger Höhe
Vom Quellbecken des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen ... | Foto: Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung

Der Zustand des Wasserrohrnetzes wurde nun von der Firma RBS wave untersucht. Deren erfreuliches Fazit: Hydraulisch befindet sich das Wasserrohrnetz von LE in einem überwiegend guten Zustand. Und das, obwohl es nicht als ein Gesamtsystem geplant wurde, sondern im Laufe der Zeit mit der Stadt mitgewachsen ist. 

Zu bedenken gibt es dabei viel. Wasser muss nicht nur ständig verfügbar sein, sondern auch genügend Druck haben, um in höheren Gebäuden nicht als Rinnsal aus dem Hahn zu laufen. Und was nicht vergessen werden darf: Landwirte bewässern bei Trockenheit ihre Felder mit dem Bodenseewasser und die Feuerwehr nutzt im Brandfall die Hydranten, um die Flammen zu bekämpfen – und braucht Druck in den Schläuchen.

Mitarbeiter der Stadtwerke LE bei Bauarbeiten
... bis in das Rohrnetz in LE legt das Bodenseewasser mehr als 100 Kilometer zurück. | Foto: Stadtwerke LE

Immer ein Thema sind undichte Rohrleitungen im Untergrund. „Noch 2012/13 hatten wir einen Wasserverlust im Netz von rund 30 Prozent“, sagt Stadtwerke-Chef Peter Friedrich. Dieser Wert habe gesenkt werden können.

Ein Problem sind für die Stadtwerke jedoch die an den Hängen liegenden Stadtteile Stetten und Musberg, wo rund jeder dritte Tropfen Wasser im Untergrund verschwindet. Am meisten Kopfzerbrechen bereiten dabei nicht die Wasserrohrbrüche, die sichtbar werden. „Viel schwieriger zu bemerken sind kleine Leckagen und schleichende Wasserverluste“, sagt Friedrich.

Dadurch würde auf Dauer gesehen auch am meisten Wasser verloren gehen. Das Ingenieurbüro gab den Stadtwerken einige Empfehlungen mit auf den Weg. So sollte eine Strategie entwickelt werden, mit der Wasserverluste bekämpft werden können. Und marode Rohre müssten möglichst dann erneuert werden, wenn Straßenbauarbeiten notwendig sind.

Gut zu wissen ...

Das Leitungsnetz in LE ist rund 135 Kilometer lang und versorgt etwa 7.500 Haushalte mit frischem Trinkwasser. Alles in allem werden pro Jahr rund 2,1 Mio. Kubikmeter Wasser abgegeben. Die Wasserhärte beträgt 9,0°dH (Deutsche Härte) und liegt damit im unteren Drittel des Härtebereichs 2.