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Schulstart unter Pandemiebedingungen Gut gerüstet für den Regelbetrieb

Am kommenden Montag beginnt wieder die Schule. Für manche Kinder fängt damit ein völlig neuer Lebensabschnitt an. Andere haben seit dem vergangenen Frühjahr eine ganz andere Form des Unterrichts erlebt, waren nicht mit ihren Schulfreundinnen und Schulfreunden zusammen, sondern Zuhause mit ihren Eltern – schließlich waren die Schulen mit dem Aufflammen der Corona-Pandemie geschlossen und dann vorsichtig wieder geöffnet worden.

Schüler mit Masken in Schulgebäude
An den Schulen wurden zum Start des neuen Schuljahrs an die jeweilige Situation im Gebäudeangepasste Hygienekonzepte erarbeitet. | Foto: Bergmann

Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs soll  soweit wie möglich wieder zum Regelbetrieb zurückgekehrt werden. Klares Ziel des Landes ist, Kinder und Jugendliche wieder in voller Klassenstärke in den Schulen zu unterrichten und nicht mehr via Internet. „Wir sind dafür gut gerüstet“, sagt Dr. Carl-Gustav Kalbfell.

Der Bürgermeister macht jedoch keinen Hehl daraus, welch enorme Anstrengungen seitens der Stadtverwaltung, den Schulen und den Einrichtungen der Kinderbetreuung unternommen wurden, um Unterricht und Betreuung auch während der immer noch existierenden Corona-Pandemie zu ermöglichen. „Alle Eltern wurden detailliert zum Start in Schule, Kita und Schulkindbetreuung schriftlich informiert“, so Dr. Kalbfell.

Vor der Rückkehr in die Schulhäuser müssen Eltern einen Meldezettel abgeben, dass sie in keinem Risikogebiet waren oder anschließend negativ getestet wurden. Auch Aussagen zu möglichen Corona-Symptomen sind gefordert. Damit soll verhindert werden, dass das Virus in die Schule geschleppt wird und sich dort verbreiten kann. Denn die Reiserückkehrer sind für 70 Prozent der Infektionen im Land verantwortlich, wie Dr. Kalbfell betont.

„Die Schulen in der Stadt haben die nötigen Lehrerstunden und dürfen wieder alle Fächer unterrichten“, freut sich Barbara Fritsch-Höschele, die Geschäftsführende Schulleiterin von LE. „Die Schulen werden die vom Land in der Corona-Verordnung geforderten Hygieneregeln bis zum Schulstart individuell umsetzen“, ergänzt die Leiterin der Eichbergschule. Denn im Schul-Alltag werden diese Hygieneregeln eine wichtige Rolle spielen. Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen müssen Alltagsmasken aufsetzen, sobald sie in Fluren, Treppenhäusern, Toiletten und Pausenhöfen unterwegs sind. Klassenräume sind davon ausgenommen. Auch im Sportunterricht – der nun ebenso wie der Musikunterricht wieder erlaubt ist – kann auf den Mund- und Nasenschutz verzichtet werden. Die Maskenpflicht für die Kinder gilt nicht in den Grundschulen.

Eltern, Lehrkräfte, Beschäftigte und andere Erwachsene müssen Alltagsmasken tragen und untereinander einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten. „Zu den Schülerinnen und Schülern sowie zwischen den Schülern gilt dieses Abstandsgebot jedoch nicht“, schildert Dr. Kalbfell diesen Passus aus der Corona-Verordnung. Wichtiger Punkt in der Verordnung ist, dass mögliche Infektionen nachvollziehbar sind. Deshalb wird an den Schulen, aber auch in der Kinderbetreuung darauf geachtet, dass sich Klassen und Gruppen nicht mischen.

Im Vergleich zum Frühjahr stehen nun mehr digitale Endgeräte zur Verfügung. „Möglich wurde dies durch Spenden von örtlichen Unternehmen, aber auch durch das Sofortausstattungsprogramm von Bund und Land, mit dem rund 500 neue Geräte angeschafft und einsatzbereit gemacht wurden“, sagt Dr. Kalbfell. Damit steht nun weitgehend jedem Schüler und jeder Schülerin bei Bedarf ein Laptop oder Tablet zur Verfügung, um gegebenenfalls am Online-Unterricht teilnehmen zu können.

Mit diesen Maßnahmen soll die Verbreitung des Virus verhindert oder zumindest stark eingeschränkt werden. Alle Bemühungen an den Schulen werden jedoch zunichtegemacht, wenn sich die Menschen außerhalb der Schulen nicht daran halten. „Ich appelliere daher an alle, sich auch in der Freizeit, zum Beispiel bei Kindergeburtstagen oder anderen Feiern, an die Corona-Regeln zu halten“, betont Dr. Kalbfell. Und das heißt: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten und Alltagsmaske tragen, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.