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Schulen: Ergebnisse Architektenwettbewerb

Die Zahl der Grundschulkinder in Echterdingen wächst – mehr, als Plätze vorhanden sind. Der Gemeinderat hat deshalb die Erweiterung sowohl der Zeppelinschule als auch der Goldwiesenschule beschlossen.

Erweiterung Zeppelinschule: „städtebaulich gut eingebunden“. | Foto: Bergmann

Jetzt liegen die Ergebnisse der zwei europaweiten Architektenwettbewerbe vor, die vom Preisgericht, dem jeweils auch Vertreter des Gemeinderates angehörten, bewertet wurden.

Zeppelinschule

Die zweizügige Grundschule soll um einen Zug (vier zusätzliche Klassenzimmer) erweitert werden. Außerdem besteht Bedarf an einer neuen Einfeld-Sporthalle. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Jörg Aldinger konnte 19 eingereichte Arbeiten bewerten, die, so Baubürgermeisterin Eva Noller, „viele Ähnlichkeiten aufweisen“. Den ersten Preis errang das Mannheimer Büro Studio SF Simon Fischer & Architekten. Skizziert wird ein schmaler Baukörper, der die Turnhalle unterirdisch einbindet und dadurch einen großen Teil des Schulhofs (und auch den großen Baum darin) bewahrt.

Die Unterrichtsräume werden über großzügige Flure erschlossen, die zugleich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Unterrichtsformen („Cluster“) ermöglichen. Von einer „zurückhaltende Architektur“ spricht Eva Noller und betont: „Die gute städtebauliche Einbindung in dieses Bestandsgebiet ist wichtig.“ Ein weiterer Vorteil des Entwurfs ist, dass das Bauvorhaben zeitlich gestaffelt realisiert werden könnte.

Ein zweiter Preis ging an dasch zürn + partner architekten (Stuttgart). Hier wird der Schulcampus neu interpretiert durch einen Gebäuderiegel auf der südlichen Grundstücksgrenze, der mit dem Bestandsbau verknüpft ist und die neuen Lernformen als räumlich-pädagogisches Konzept aufnimmt.

Als „nutzerfreundlichen Beitrag“ wertete die Jury den Entwurf des ebenfalls zweitplatzierten Büros Drei Architekten (Stuttgart). Hier wird das vorhandene Gebäudeensemble durch einen zweigeschossigen Baukörper entlang der Kantstraße vervollständigt. In einer weiteren Vergaberunde werden die Entwürfe nun überarbeitet. In Betrieb gehen soll der Erweiterungsbau Zeppelinschule 2023.

Goldwiesenschule

Die dreizügige Grundschule im Hainbuchenweg soll ebenfalls um einen Zug (vier weitere Klassenzimmer) erweitert werden. Der Aula-Bereich soll künftig für Schulveranstaltungen und die erweiterte Schulkindbetreuung genutzt werden. Später soll auch das Bestandsgebäude saniert werden.

20 Arbeiten wurden eingereicht, die „große Varianzen“ aufgezeigt haben, sagt der Juryvorsitzende Arne Rüdenauer: vom geringen Eingriff mit der Kita im UG bis hin zum Abriss und Neubau reichen die Ideen der Planer. Auch hier wurde Wert gelegt auf eine gute städtebauliche Einpassung.

Einen ersten Preis gab es nicht. Ein zweiter Preis ging an das Stuttgarter Büro Kamm Architekten, dessen Entwurf einen gestaffelten Baukörper vorsieht und einen großen Teil des Bestandes erhält. Ebenfalls den zweiten Rang erreichten Löhle Neubauer Architekten (Augsburg), die zwei Neubauten vorschlagen. Beide Arbeiten sollen nun überarbeitet werden. Der dritte Preis gingen an Möckel + Kiegelmann (Recklinghausen).