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Noch im vergangenen Jahr wurden Schilder in Musberg und Echterdingen enthüllt Zwei Stadtteile, zwei Sanierungen – für die Bürgerschaft

Noch im alten Jahr wurden in Musberg und in Echterdingen von Oberbürgermeister Roland Klenk und dem Ersten Bürgermeister Benjamin Dihm zwei Schilder enthüllt, die auf die Sanierungen in den beiden Stadtteilen von Leinfelden-Echterdingen hinweisen.

Zwei Personen enthüllen ein Schild
OB Roland Klenk (links) und Michael Burkhardt von der Dorfgemeinschaft enthüllten das Schild in Musberg. | Foto: Bergmann

Attraktive Mitte in Musberg schaffen

Das Sanierungsgebiet Musberg wurde im September 2020 förmlich festgelegt, nachdem der auf dem Kirchplatz aufgestellte Rahmenplan am 1. August 2020 beschlossen worden war. In dem Sanierungsgebiet können private Eigentümer bei umfassenden Maßnahmen der Sanierung, Instandsetzung, Modernisierung und Erneuerung ihrer Gebäude im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel finanziell unterstützt werden.

Ziele der Sanierung sind die Stärkung der Ortsmitte und Verbesserung des Ortsbildes. Zudem sollen attraktive Treffpunkte für die Einwohnerschaft geschaffen werden und das Angebot an Vereinsräumen verbessert werden. Neben der Sanierung der Sport- und Festhalle und des Ritterareals wird außerdem die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verbessert, auch eine behutsame Nachverdichtung ist vorgesehen.

Eine Personengruppe bei der Enthüllung eines Schildes
Baubürgermeister Benjamin Dihm (rechts neben Schild) bei der Enthüllung des Sanierungsschilds auf dem Platz vor der Echterdinger Kirche. | Foto: Bergmann

 „Ich freue mich, dass die Turn- und Festhalle von Musberg nur der Anfang war. Sie wird nur ein Glied in einer Kette von Verbesserungen für das Kerngebiet von Musberg sein“, so Klenk bei der Enthüllung. Michael Burkhardt freute sich über die Zusammenarbeit und die Einbindung in die Planungen. „Wir versprechen uns von der Sanierungen Verbesserungen für alle Vereine von Musberg“, sagte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Musberg.

Enthüllung Sanierungsschild für die „Historische Mitte Echterdingen“

Nach vorbereitenden Untersuchungen wurde im September 2018 das Sanierungsgebiet „Historische Mitte Echterdingen“ förmlich festgelegt, eine Erweiterung ist in Planung. Das Sanierungsschild steht in der Burgstraße vor der Pfarrwette gegenüber vom alten historischen Rathaus und wurde enthüllt von EBM Dihm, Mitgliedern des HiMi-Teams und den Projektkoordinatoren im Baudezernat.

Die Stadt konzentriert sich bei der Sanierung auf eine Verbesserung und Erneuerung von innen heraus. In dem Stadtteil soll eine Mitte mit hoher Lebensqualität geschaffen werden, in der sich alle Bevölkerungsgruppen gesund, wohl und integriert fühlen. Kurzum: Es soll Identität geschaffen werden. Dazu gehört die Aufwertung des Wohnumfeldes genauso wie die stadtklimatische und energetische Verbesserung, die Schaffung und Aufwertung des Freiraums und der grünen Infrastruktur. 

Die beleuchtete Echterdinger Hauptstraße
Auf große Begeisterung stieß kürzlich im Gemeinderat das Beleuchtungskonzept für das Echterdinger Zentrum, dass das Gebiet nachts deutlich aufwerten soll. | Foto: Bergmann

Investiert werden soll jedoch nicht nur in die Gebäude und die Gestaltung des Areals, sondern mithilfe der Fördermittel der nichtinvestiven Städtebauförderung (50.000 Euro) auch Initiativen der Bürgerschaft aus der Bürgerschaft gefördert werden können. Hierbei werden 40 Prozent der Kosten von der Stadt Leinfelden-Echterdingen getragen, die übrigen 60 Prozent steuert das Land Baden-Württemberg bei.

Der Stadtverwaltung zur Seite steht bei der Sanierung das HiMi-Team, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft, Gewerbetreibende, Vereine, Kirchengemeinde, Seniorenschaft und Echterdinger Jugend vertreten sind. Das HiMi-Team verfügt über die Fördermittel für die selbstorganisierten Bürgerprojekte.

„Maßvolle Innenentwicklung ist das große Ziel“, so Dihm. Man wolle die besonderen Orte in der Historischen Mitte – zum Beispiel die engen Gässchen mit ihren ortsbildprägenden Gebäuden, aber auch die grünen Höfe und Gärten – erhalten. „Daneben müssen wir aber auch die Gelegenheit ergreifen und zukunftsfähige Entwicklungen anstoßen und Neues wagen“, so der Baubürgermeister.