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Sanierung der Schönbuchschule geht voran Freundliches Ambiente, neue Technik

Licht fällt durch die großen Fenster, die Lampen an der Decke sind mit LED bestückt. Ein Whiteboard ergänzt die Kreidetafel und kann dank Anschluss an das Internet flexibel genutzt werden. Hinter Holzlamellen in den Ecken verstecken sich Lüftungsanlagen, die geräuschlos frische Luft in die Klassenzimmer leiten. Trotzdem lassen sich die Fenster noch öffnen.

Außenansicht der Schönbuchschule

Kurzum: die neuen Klassenzimmer in der Schönbuchschule wirken nicht nur deutlich freundlicher als die ursprünglichen Räume aus den 1970er-Jahren, sie sind auch technisch auf dem neuesten Stand.

Im Februar wurde der erste Bauabschnitt beendet. Das heißt, die Kinder konnten aus den Containern, in denen der Unterricht während der Bauarbeiten abgehalten wurde, zurück in ihre – nun komplett erneuerten – Klassenzimmer. Nahtlos erfolgte der Übergang in den zweiten Bauabschnitt, also den nächsten Gebäudeteil, der zurzeit saniert wird. Dann folgt – ebenfalls im laufenden Schulbetrieb – der dritte Abschnitt, schließlich die Dachsanierung.

Innenansicht eines Klassenzimmers
Im ersten Bauabschnitt wurden einige Klassenzimmer saniert. Der Unterschied zwischen alt und …

Dass die Schönbuchschule grundlegend saniert wird, bleibt dem Betrachter auch von außen nicht verborgen. Dort, wo die Arbeiter noch nicht Hand angelegt haben, dominiert die Faserzementfassade aus den 1970ern, die von vergleichsweise kleinen Fenstern unterbrochen wird. Ganz anders präsentieren sich die Gebäudeteile, die bereits saniert wurden. Hier korrespondieren die in warmem braun gehaltenen Fassadenelemente wunderbar mit den großen Fenstern. Was nicht zu sehen, aber in Zeiten des Klimawandels sehr wichtig ist: Wände und Fenster sind nun isoliert, entsprechen dem KfW 70-Standard. „Trotzdem ist es gelungen, das ursprüngliche Gestaltungskonzept des Gebäudes zu erhalten“, sagt Baubürgermeisterin Eva Noller.

Innenansicht eines Klassenzimmers
… neu ist auch optisch deutlich zu sehen. | Fotos: Bergmann

Auch die Technik wird erneuert. Geheizt wird nun nicht mehr mit Elektrospeicheröfen, sondern mit Gas und Wärmepumpen. Die alten Leuchtstoffröhren wurden durch energiesparende Lampen ersetzt. Auch in den Brandschutz wurde investiert, ein zweiter Rettungsweg eingerichtet. „Die Arbeiten sind im Zeitplan“, freut sich Tanja Arnold. Auch bei den Kosten – 5,8 Millionen Euro – sei man bisher im Rahmen, wenngleich man an die Reserve für Unvorhergesehenes gehen musste, so die Leiterin des Hochbauamts.

„Trotzdem ist die Sanierung immer noch günstiger als ein Neubau“, ergänzt Noller. Und klimafreundlicher sei sie auch, da weniger „graue Energie“ für die Erzeugung der Baustoffe wie Beton benötigt würde. Zum Abschluss der Sanierung wird noch das Dach erneuert, die Stadtwerke werden dort außerdem eine Photovoltaikanlage installieren. „Wenn alles glatt läuft, können wir die Sanierung im September 2022 abschließen“, sagt Noller.