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Einstimmiges Votum des Preisgerichts für Münchner Architekturbüro Neues Hallenbad nimmt Gestalt an

Im Juli hatte das Preisgericht aus 22 Entwürfen drei Arbeiten ausgewählt, die für den Neubau des Hallenbads in Leinfelden in die nächste Runde kommen. Die Büros hatten die Chance, auf Kritik zu reagieren und ihre Vorstellungen zu überarbeiten. 

Präsentierten den Entwurf des neuen Hallenbads (v.l.n.r.): Tanja Arnold (Leiterin Hochbauamt), Christian Goldbach (Architekt), Benjamin Dihm (Baubürgermeister) und Barbara Sinner-Bartels (SPD-Stadträtin, Mitglied der Jury)
Präsentierten den Entwurf des neuen Hallenbads (v.l.n.r.): Tanja Arnold (Leiterin Hochbauamt),Christian Goldbach (Architekt), Benjamin Dihm (Baubürgermeister) und BarbaraSinner-Bartels (SPD-Stadträtin, Mitglied der Jury) | Fotos: Bergmann

Zwei dieser Büros stellten sich dieser Aufgabe und präsentierten kürzlich der 15-köpfigen Jury aus Stadträtinnen und Stadträten, Mitgliedern der Stadtverwaltung sowie Fachleuten erneut ihre Pläne für das neue Gebäude. „Beide Entwürfe sind unterschiedlich, aber gelungen“, so Benjamin Dihm bei der Vorstellung der Arbeiten in dieser Woche. Dennoch sei nach Worten des Baubürgermeisters das Votum des Preisgerichts einstimmig zugunsten des Münchner Büros Leupold Brown Goldbach Architekten gefallen, das zusammen mit den Landschaftsarchitekten Mahl Gebhard Konzepte bereits in der ersten Runde im Sommer die Nase vorn gehabt hatte. 

Die Architekten hatten gegenüber ihrem ersten Entwurf das Bad etwas verkleinert, den Innenraum im Gegenzug optimiert, was Kosten spart. Doch was zeichnet den Siegerentwurf aus? Benjamin Dihm fasst das in wenigen Worten zusammen. „Gelungen sind die Anordnung zur Straße hin und der Umgang mit der Topographie, außerdem die Gestaltung des Innenraums und die Verbindung zum Außenbereich“, so der Baubürgermeister von LE. Ein Blick auf die Pläne sowie ein Modell machen die genannten Vorzüge deutlich. „Wir haben das Bad konsequent von außen nach innen gedacht“, beschrieb der Architekt Christian Goldbach die Vorgehensweise seines Büros. 

Plan des neuen Hallenbads
Das neue Bad wird ein großes Schwimmbecken mit Sprungturm bekommen. Dazukommen ein separates Lehrschwimmbecken sowie ein Kinderbereich mit eigenen kleinen Becken. Von einer Position unterhalb der dazwischen liegenden „Kanzel“ können die beiden Bereiche von einer einzigen Person beaufsichtigt werden.

Schon beim Betreten vom nun klar definierten Eingangsbereich   bekämen nicht nur die Besucherinnen und Besucher einen guten Überblick über das Gebäude, auch  das Personal würde die „Kanzel“ nutzen, um einen Blick auf die Badegäste zu haben. „Wichtig war uns  außerdem,   dass der Außenbereich – der wie bisher von den Badegästen genutzt werden kann – mit seinem schönen Baumbestand sichtbar ist. 

Für ein angenehmes Ambiente wird die Verwendung von Holz im Innenbereich sorgen. Auf eine Sauna wurde aus Kostengründen verzichtet. Auf dem begrünten Dach ist der Bau einer Photovoltaikanlage geplant. Im Fokus für die Badegäste steht natürlich das große Schwimmerbecken mit dem etwas abgesetzten Sprungturm. Vereinen und Schulen steht zusätzlich das abgetrennte Lehrschwimmbecken zur Verfügung, Kinder bekommen ihren eigenen Bereich mit kleinen Becken. 

„Das Preisgericht hat die hohe Funktionalität überzeugt“, sagt Barbara Sinner-Bartels (SPD-Stadträtin), die als Mitglied des Preisgerichts bei der Präsentation zugegen war. Gefallen hätten die kurzen Wege und die gleichzeitige Nutzung des Bads für das öffentliche als auch das Vereins- und Schulschwimmen. Das wird dadurch möglich, dass der Schwimmmeister beide Bereiche überblicken kann. 

Modell des neuen Hallenbads
Das neue Bad wird sich zudem bestens in das Areal sowohl in Richtung Stuttgarter Straße als auch zum Park hin einfügen.

Der Weg zum neuen Hallenbad sieht nach Worten der Hochbauamtsleiterin Tanja Arnold folgendermaßen aus. Im März oder April soll der Gemeinderat sich mit den Plänen für den Neubau beschäftigen und dann den Planungsbeschluss fällen. Anschließend haben die Architekten eineinhalb Jahre Zeit, um aus dem Entwurf detaillierte Pläne zu entwickeln. Mitte oder Ende 2023 sollen – wenn die Technik mitmacht – die Badegäste zum letzten Mal im bestehenden Hallenbad ihre Runden drehen. 

Dann rücken die Bagger an und reißen das alte Gebäude ab, Mitte 2024 soll dann der Neubau beginnen. Läuft alles nach Plan, werden 2026 erstmals die Becken gefüllt und das Hallenbad sicherlich mit einer schönen Feier eröffnet.