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Hilfe für Poltawa wieder gefragt Rollstuhlfahrer sollen unterstützt werden

Auch im letzten Jahr überschattete die Corona-Pandemie unsere Arbeit, da das Virus viel stärker in der Ukraine grassierte als bei uns. Reisen in die Partnerstadt und Besuche waren kaum mehr möglich, die Kontakte beschränkten sich auf Briefe und Mails.

Eine Rollstuhlfahrerin
Foto: privat

Auch war und blieb die medizinische Versorgung weiterhin unzureichend. Vieles musste mühsam privat organisiert und bezahlt werden und begonnene Therapien konnten nicht immer fortgeführt werden.

Unsere so zuverlässigen Kontaktpersonen, Tatjana und Anatoly Deundyak, die vor Ort zuständig für die Verwaltung der Gelder sind und die Verbindung zu den Behinderten halten, blieben von einer Corona-Infektion nicht verschont. Ebenso erkrankte Irina Twerdochleb, die sehr aktive Leiterin der Selbsthilfegruppe Wera. Sie kämpft bis heute mit Husten und Atembeschwerden. Von der Gruppe Wera war zum Glück bisher niemand so schwer krank, dass er ins Krankenhaus musste. Die dortigen Krankenhäuser sind mit Rollstuhlfahrern doppelt überfordert.

Trotz der pandemiebedingten Hindernisse gelang es uns, in einigen Härtefällen hilfreich zu agieren. Zum Beispiel erreichte Ksenia (Foto) durch einen Kurierdienst ein langersehnter Rollstuhl (gebraucht), der für sie vor Ort perfekt angepasst wurde und ihr endlich viel mehr Bewegungsfreiheit gibt.  Auch Ersatzteile und Dekubituskissen für die Rollstühle können auf diese Weise nach Poltawa gelangen, aber natürlich nicht kostenlos. Der Familie Kolbashov, die wir seit Jahren mit ihrem mehrfach behinderten Kind unterstützen, konnte mit einem Zuschuss für eine notwendige Reha ihre Sorge um die Tochter erleichtert werden. Durch regelmäßige intensive Physiotherapie, ständige Logotherapie entstehen hohe Kosten, die von keiner Stelle in der Ukraine übernommen werden. Beide Eltern haben inzwischen noch einen Nebenjob übernommen, um diese Kosten bezahlen zu können. Welch eine Belastung, neben der Fürsorge ihre Tochter!

Um weiterhin Erleichterungen für die Rollstuhlfahrer und ihre Familien zu ermöglichen, bitten wir auch in diesem Jahr um ihre Spende.
Wir, Ulrich Brockschmidt, Inge Scherm und Monika Sturm garantieren, dass die Spendengelder ohne Abzug den Behinderten in Poltawa zugutekommen. Wir danken Tatjana und Anatoly Deundyak in Poltawa und Alena Trenina von der Stadt Leinfelden-Echterdingen für die logistische Unterstützung.

  • Spenden bitte auf das Konto:
  • Evangelische Kirchengemeinde Leinfelden
  • KSK Esslingen-Nürtingen
  • IBAN DE53611500200057020631
  • Kennwort „Rollstühle für Poltawa“
  • Für die Ausstellung von Spendenbescheinigungen bitte die Anschrift nicht vergessen.  Bei Spenden bis 200 Euro erkennt das Finanzamt den Konto- oder Einzahlungsbeleg an.