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Für die Verkehrssicherheit: Grünzeug an Straßen und Wegen zurückschneiden!

In den letzten Wochen häufen sich Meldungen von überstehenden Sträuchern und Bäumen, die von privatem Grund in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und dadurch die Verkehrssicherheit unnötig gefährden. Das Bürger- und Ordnungsamt weist deshalb auf die Beseitigungspflicht nach § 28 Abs. 2 des Straßengesetzes hin und bittet die Grundstückseigentümer umgehend um entsprechende Prüfung.

Foto: Bergmann

Bei Geh- und Radwegen kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Radfahrer oder Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen. In bestimmten Fällen ist die Stadtverwaltung verpflichtet, auch ohne nochmalige Aufforderung den Rückschnitt auf Kosten des Anliegers zu vollziehen. Bei öffentlichen Verkehrsflächen muss der Luftraum über der Fahrbahn bis mindestens 4,50 Meter, über Geh- und Radwegen bis mindestens 2,50 Meter Höhe von Ästen und Zweigen freigehalten werden. Für Fahrbahnen ohne Gehweg ist ein seitlicher Sicherheitsraum von mindestens 75 Zentimetern vorgeschrieben. Wenn ein Randstein vorhanden ist, kann der Sicherheitsabstand auf 50 Zentimeter reduziert werden.

Dieser notwendige Pflegeschnitt unterliegt nicht dem Verbot gemäß § 39 BNatSchG, das ansonsten untersagt, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Bäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche oder andere Gehölze sowie Röhricht- und Schilfbestände abzuschneiden oder zu zerstören.