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Grünes Licht für Sanierung der Stettener Hauptstraße Gestaltung der Bushaltestellen spaltet Gremium

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag grünes Licht für die weitere Sanierung der Stettener Hauptstraße  gegeben. Nachdem bisher zwei Abschnitte von Grund auf erneuert wurden, werden sich die Bauarbeiter im kommenden Jahr den Bereich zwischen der Haltestelle Holderweg bis zur Einmündung der Haldenstraße vornehmen.

Gelber Bus an der Bushaltestelle Holderweg in Stetten
Foto: Bergmann

Der Belag der holperigen Straße – die aus diesem Grund auch nur mit Tempo 40 befahren werden darf – wird komplett erneuert, auch neue Leitungen für Strom, Gas und Wasser werden verlegt, zudem sind Leerrohre für Glasfaser vorgesehen. Die Sanierung dieses Abschnitts wird voraussichtlich 700.000 Euro kosten. Mit den Arbeiten soll nach Ostern begonnen werden. Läuft alles nach Plan, wird die Stettener Hauptstraße nach rund sechs Monaten Bauzeit Ende September wieder freigegeben werden – rechtzeitig zum Beginn des für den Einzelhandel wichtigen Weihnachtsgeschäfts.

Allerdings fiel die Entscheidung nicht einheitlich. Knackpunkt war für einige Stadträte nicht die Sanierung der Straße an sich, sondern die Gestaltung der Bushaltestelle Holderweg. Nach dem Personenbeförderungsgesetz sollten alle Bushaltestellen möglichst bis 2022 barrierefrei umgebaut werden. Und das braucht Platz, damit der Bus direkt an den Bordstein heranmanövrieren kann.

„Die zur Verfügung stehende Fläche reicht in der jetzigen vorhandenen Busbucht in Fahrtrichtung Plattenhardt nicht aus“, so Andrea Egner, die Leiterin des Amts für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau. Deshalb müsse hier ein Straßenhalt eingerichtet werden. In Fahrtrichtung Echterdingen kann die bereits existierende Busbucht umgebaut werden, barrierefrei werden jedoch nur die zwei vorderen Türen sein.

Teile des Gemeinderats waren jedoch mit einem Straßenhalt nicht einverstanden. Sie sorgen sich um die Sicherheit und den Verkehrsfluss und stimmten entsprechend gegen die Vorlage. „Ein Straßenhalt ist nicht ideal, aber unausweichlich“, sagte Roland Klenk. Man müsse barrierefrei bauen, so der Oberbürgermeister, und das gehe eben nur durch einen Straßenhalt.