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Finanzergebnis für 2021 und Zwischenbericht für das laufende Jahr vorgestellt Ergebnis besser als erwartet – Nachtragshaushalt geplant

„Das Ergebnis ist deutlich besser als veranschlagt.“ So bewertet Oberbürgermeister Roland Klenk das vorläufige Rechnungsergebnis für 2021, das in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats den Stadträten präsentiert wurde. In Zahlen heißt das: 

Finanzergebnis für 2021 und Zwischenbericht für das laufende Jahr vorgestellt
Foto: Bergmann

Statt einem ursprünglich geplanten Minus von 16,6 Millionen Euro im Ergebnishaushalt konnte sogar ein Überschuss in Höhe von 9,1 Millionen Euro erzielt werden. Das liege, so Kämmerer Tobias Kaiser, unter anderem an den außerordentlichen Erträgen durch Grundstücksverkäufe sowie den Gewerbesteuereinnahmen, die mit 38,6 Millionen Euro 4,6 Millionen Euro über der ursprünglich erwarteten Summe lagen – und das in einem komplett von der Corona- Pandemie überschatteten Jahr. 

Die Stadt hat außerdem weniger Geld ausgegeben als geplant. Zum einen für Sach- und Dienstleistungen (minus 4 Millionen Euro), zum anderen für das Personal. In diesem Bereich war von 39,5 Millionen Euro ausgegangen worden, 1,9 Millionen weniger waren es schließlich. Das klingt erst einmal gut, zeigt aber auch, wie schwierig es für die Stadt ist, Personal zu gewinnen (siehe dazu auch Seite 5). 

Im Finanzhaushalt führten Grundstücksverkäufe zu Einnahmen in Höhe von 8,1 Millionen Euro. Und Investitionen beispielsweise in Bauprojekte konnten – auch wegen des Fachkräftemangels – nicht so umgesetzt werden wie geplant. Das Defizit belief sich auf lediglich 8,4 statt 35,9 Millionen Euro. „Trotz dieser erfreulichen Zahlen ist die Situation im Ergebnishaushalt, in dem laufende Erträge und Aufwendungen stehen, weiterhin als kritisch zu betrachten“, warnte Kaiser. 

Ein kontinuierlicher Abbau sei bei den anstehen Aufgaben nicht zu vermeiden. Bei der Sitzung wurde zudem auf die aktuelle Finanzsituation der Stadt eingegangen. Nach Worten Kaisers liegt man bei den Gewerbesteuereinnahmen acht Millionen Euro über dem Plan (37 Millionen Euro), die Ausgaben werden vermutlich nicht so hoch werden wie ursprünglich gedacht. „Ich schlage deshalb einen Nachtragshaushalt vor, um ein realistisches Bild zu bekommen“, sagte Klenk.