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Erweiterung und Sanierung Zeppelinschule Wettbewerbsentwurf wird konkretisiert

Dass die Zeppelinschule in Echterdingen saniert werden muss, ist schon seit geraumer Zeit klar. Und mit der Erweiterung kommt die Stadt steigenden Schülerzahlen und einem größeren Raumbedarf entgegen. Doch die Frage lautet: Wie können möglichst viele Wünsche auf dem zur Verfügung stehenden Platz erfüllt werden?

Foto: Bergmann

Die Antwort darauf sollten Architekten geben, die ihre Entwürfe im Rahmen eines Wettbewerbs präsentieren konnten. „Bei der Sitzung des Preisgerichts im vergangenen November gab es einen klaren Sieger“, sagt Hochbau-Abteilungsleiterin Tanja Arnold. Weiterverfolgt werden die Pläne von Studio SF aus Mannheim.

Das Büro aus Mannheim hat folgende Ideen in seinem Entwurf vorgesehen: Im Altbau wird zukünftig die Schulkindbetreuung untergebracht. Und in zwei koppelbaren Räumen soll Platz für Veranstaltungen Platz geschaffen werden. Außerdem wird die Schulverwaltung im Altbau untergebracht. Die weitere Planung soll dann zeigen, ob im bestehenden Gebäude Räume für den Fachunterricht geschaffen werden.

Vom Büro überrascht wurde man nach Worten Arnolds mit der Idee, die Sporthalle parallel zur Brühlstraße im Untergrund zu bauen. Ist diese fertiggestellt, soll die bestehende und in die Jahre gekommene Turnhalle auf der Ostseite des Geländes abgerissen werden.

Der Platz wird genutzt, um anschließend in einem Querriegel auf der Südseite des Schulgeländes über der Sporthalle den dringend notwendigen Erweiterungsbau mit seinen rund zwölf Klassenzimmern zu bauen. Der Erweiterungsbau – in Stahlbetonbauweise mit Holzlamellen als Verkleidung – bleibt bei dieser Lösung relativ schlank und nimmt dem Pausenbereich nicht so viel Fläche weg.

Gut gelöst ist außerdem, dass die beiden bisher getrennten Außenbereiche, also der Innenhof und das östlich gelegene Gelände, nach dem Umbau mit einer Treppe verbunden werden können. Der bestehende Mensabereich wird erhalten, sogar etwas vergrößert.

Im Untergrund werden die Bauarbeiter möglicherweise auf Überraschungen treffen. Nach Ansicht von Geologen könnten die Bagger auf Grundwasser und in zwei Meter Tiefe auf Felsen treffen. Ein Nachteil, der jedoch durch eine einfachere Gründung möglicherweise wettgemacht wird.

Die genauere Kostenrechnung für das Bauvorhaben sei erst nach der nächsten Planungssstufe möglich, sagte EBM Noller, betonte aber, dass weitere Wünsche, wie etwa nach einer größeren Mensa, auch höhere Kosten zur Folge hätten. Man baue für die Zukunft und eine ausreichend große Mensa sei vielleicht in fünf Jahren wichtig, wenn der Betreuungsbedarf noch zunehme, meinte Stadträtin Sinner-Bartels (SPD). Die Nachfrage von Stadtrat Armbruster (Grüne) nach etwaigen künftigen Erweiterungsmöglichkeiten verneinte EBM Noller: das Grundstück sei jetzt ausgelastet.

Kritisch äußerte sich Stadträtin Onayli (L.E. Bürger/DiB), ihre Frakton werde sich enthalten: Anstelle eines Schulneubaus, z. B. in den Goldäckern, entscheide man sich für eine womöglich viel teurere Sanierung und Verdichtung.

Durch die Zustimmung des Gemeinderats kann sich Studio SF an die Detailplanung machen. Im Sommer sollen die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren eingereicht werden, anschließend erfolgt die Vergabe. Wenn alles gut läuft, kann im Sommer 2021 mit der Sanierung und Erweiterung der Zeppelinschule begonnen werden.