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Bürgerwerkstatt zur Sanierung „Historische Mitte Echterdingen“ Der Kirchplatz soll Treffpunkt für Jung und Alt werden

Die „Historische Mitte“ soll wieder die gute Stube Echterdingens werden. Das gleichnamige Sanierungsgebiet gehört zum Förderprogramm „Soziale Stadt“ und erstreckt sich von der Plieninger Straße und Burgstraße zur Hauptstraße im Westen und zur Garten- und Christophstraße im Süden.

Foto: Bergmann

Das charakteristische Nebeneinander von dörflichen und städtischen Bereichen und Strukturen aber soll bewahrt werden. Wie, das möchte die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln. Denn der öffentliche Raum soll wieder Anziehungspunkt und Treffpunkt für Jung und Alt werden.

Deshalb wurde zur „Bürgerwerkstatt“ in die Zehntscheuer eingeladen, wo die Stadtplaner der Büros citiplan und DIE STEG sowie Vertreter der städtischen Fachämter den aktuellen Stand der Sanierungsplanung erläuterten und danach mit Anwohnern und Interessierten Ideen austauschten. An Thementischen wurden die Pläne studiert und die Fragen und Anregungen mit bunten Kärtchen an der Pinnwand gesammelt.

Die Belebung und Aufwertung des Kirchplatzes wünschen sich die Echterdinger: mit viel Grün, mit Wasser, Sitzgelegenheiten, einem Eiscafé vielleicht, und am Abend stimmungsvoll illuminiert. Einen Weihnachtsmarkt kann sich manch einer dort vorstellen, während andere das historische Backhaus wiedereröffnen möchten. Listen wurden ausgelegt für alle, die mitmachen wollen, die eine oder andere Idee vielleicht in die Tat umzusetzen.

Die Schaffung von Wohnraum stellt man sich durch Modernisierung alter Gebäude und Bebauung leerstehender Innenflächen vor. Ein wesentliches Ziel im Quartier ist die Verkehrsberuhigung. Mehr Radwege und bessere Fußwegverbindungen wünschen sich die Menschen, eine verkehrsberuhigte Bernhäuser Straße, vielleicht eine zentrale Tiefgarage.

Erste Bürgermeisterin Eva Noller freute sich über das große Interesse: „Das war eine lebendige Bürgerbeteiligung. Das gibt uns Rückenwind“. Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt werden im April im Technischen Ausschuss vorgestellt, bevor dann der Rahmenplan noch vor der Sommerpause vom Gemeinderat beschlossen wird. Danach könnte ein weiterer städtebaulicher Workshop stattfinden. Dabei würden auch die Sanierungsmöglichkeiten für private Hausbesitzer zur Sprache kommen.

Im Frühjahr 2021, so der Zeitplan, soll mit den Baumaßnahmen in der Christoph- und  Burgstraße begonnen werden.