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Interkulturelle Elternmentoren Brückenbauer zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen

Eltern mit Zuwanderungsgeschichte, deren Kinder in Deutschland erstmals einen Kindergarten oder eine Schule besuchen, treffen oftmals auf ein unbekanntes und komplexes Bildungssystem. Unterschiedliche Erwartungshaltungen und Erfahrungen, kulturelle Unterschiede und nicht zuletzt eine neue Sprache beeinflussen die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen.

Interkulturelle Elternmentoren
Bei der Zertifikatsübergabe diese Woche mit Sozialbürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell (von links): Anka Stažić, Ines Goldberg, Regina Kilb, Carola Henck (Amt für soziale Dienste) und Manal Edris (nicht im Bild: Canan Tepe) | Foto: Bergmann

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat der Landkreis Esslingen in Kooperation mit der gemeinnützigen Elternstiftung Baden-Württemberg in den vergangenen Wochen im Rahmen einer Online-Qualifizierung ehrenamtliche Interkulturelle Elternmentorinnen und -mentoren ausgebildet. Neben Filderstadt und Kirchheim unter Teck nimmt auch Leinfelden-Echterdingen an diesem Programm teil und darf nun fünf Elternmentorinnen begrüßen. Interkulturelle Elternmentoren sind vertrauliche Ansprechpersonen und neutrale Vermittler, die sich an Kitas und Schulen für eine Stärkung der interkulturellen Zusammenarbeit einsetzen.

So begleiten sie etwa bei Elterngesprächen in verschiedenen Sprachen oder vermitteln bei Unsicherheiten zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtung. Unter dem Motto „Eltern stärken Eltern“ leisten die geschulten Mentorinnen Unterstützung bei Fragen rund um das deutsche Bildungssystem und stehen Familien bei schwierigen Entscheidungen und Kommunikationsproblemen beratend zur Seite. 

Die Elternmentorinnen zeichnen sich dabei durch ihre interkulturelle und sprachliche Kompetenz sowie eigenen Erfahrungen in den Bereichen Kita, Schule und Bildung aus. Gemeinsam mit der Koordinierungsstelle und anderen Elternmentoren planen sie zudem Infoabende, Elterntreffs und andere interessante und hilfreiche Angebote für Eltern. 

In LE können die Elternmentorinnen Unterstützung in folgenden Sprachen anbieten: Arabisch, Türkisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch, Französisch und Englisch.

Bei der Übergabe der Zertifikate würdigte Bürgermeister Dr. Kalbfell das Engagement der Beteiligten. „Mithilfe der interkulturellen Elternmentoren werden Zugänge zu Eltern mit Zuwanderungsgeschichte ermöglicht. Durch das Programm können diese Familien in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und rund um das Thema Bildung informiert werden“, so Dr. Kalbfell.

  • Bildungseinrichtungen und Eltern können sich an die Koordinatorin Carola Henck vom Amt für soziale Dienste wenden: elternmentoren@le-mail.de, Tel. 1600-246