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Bauhof-Mitarbeiter versorgen die Grünflächen mit dem kostbaren Nass

An heißen Sommertagen klingelt bei Georg Widmayr der Wecker um 4.30 Uhr. Während andere sich noch den Schlaf aus den Augen reiben, ist der Mitarbeiter des Bauhofs mit seinem Unimog unterwegs. 4000 Liter fasst der Wassertank des Fahrzeugs, mit dem er Grünflächen im Stadtgebiet anfährt und dort Pflanzen mit dem kostbaren Nass versorgt.

Bauhof-Mitarbeiter versorgen die Grünflächen mit dem kostbaren Nass
Foto: Stadt

„Ich folge einem Gießplan, schaue aber auch, welcher Baum, welche Anlage dringend Wasser braucht“, sagt er. „Im Sommer sind wir mit zwei, vor längeren Hitze- und Trockenperioden auch einmal mit drei Fahrzeugen und sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz und wässern die Pflanzen auf den städtischen Grünflächen“, sagt Jürgen Kunz, der Leiter Baubetrieb. Gefüllt werden die Tanks mit dem Wasser aus der Regenwasserzisterne beim Bauhof.

 Die fasst 150 Kubikmeter, „ist aber seit zwei Wochen leer“, wie Kunz sagt. In solchen Fällen wird auf das Wasser einer Quellfassung beim Pumphaus in Echterdingen zurückgegriffen, bisweilen aber auch auf Trinkwasser aus umliegenden Hydranten. „Das nutzen wir vor allem bei den Anlagen mit hochwertigen Stauden“, sagt Widmayrs Kollegin Karin Holder. LE ist eine grüne Stadt, rund 10.000 Bäume wachsen hier.

28 Kubikmeter Wasser – an einem einzigen Sommertag

„In jedem Jahr kommen bis zu 80 Obstbäume in den Streuobstwiesen dazu“, erläutert Kunz. Und jeder junge Baum bekommt bis zu 100 Liter Wasser, Großbäume schon einmal bis zu 400 Liter pro Gießung. Dazu kommen Blumenkübel, Staudenflächen, Gehölze und Hecken oder die Flächen, auf denen bei Insekten beliebte Blumen gesät wurden. Immer heißere und trockenere Sommer lassen den Aufwand für das Gießen steigen.

Dem begegnet man, indem mittlerweile entsprechend angepasste Pflanzen ausgewählt werden. „Staudenbeete sind oft so angelegt, dass der Boden mit ein wenig Split bedeckt wird. „Das verhindert die Verdunstung und lässt Unkräuter weniger schnell wachsen“, sagt Holder, die als gutes Beispiel das Beet vor dem Kammerich-Kunstwerk am Bahnhof Leinfelden sieht. Trotzdem:

Gegossen werden muss. „Mein Rekord waren 28 Kubikmeter“, erinnert sich Widmayr – an einem einzigen Tag!