Pfeil nach unten

Austausch zum Thema Hospiz

Im August 2016 besuchte Dr. Vitalij Pavlenko, Chefarzt des damals in Poltawa neuartigen Zentrums für Familienmedizin Nr. 1, seine Partnerstadt Leinfelden-Echterdingen zum ersten Mal. Er kam mit seinen drei Kolleginnen auf die Filder mit dem Ziel, so viel wie möglich über die Patienten-Behandlung in der sogenannten Erstversorgungsstufe, also in den Praxen der Hausärzte, zu erfahren.

Foto: Bergmann

Nun war Dr. Pavlenko wieder zu Gast in LE und wollte dieses Mal v.a. das Hospizwesen und die Sterbebegleitung näher kennenlernen. Denn auch die Ukrainer müssen sich vermehrt den gesellschaftlichen Veränderungen stellen: Die Großfamilie wird allmählich zum Auslaufmodell. Für Poltawa ist es daher wichtig, künftig Hospize unter Begleitung von Medizinern mit  fachkundiger Sterbebegleitung anbieten zu können.

Alena Trenina vom Kulturamt (im Bild links) hatte für Dr. Pavlenko ein anspruchsvolles Programm vorbereitet – so bekam er Einblick in drei stationäre Hospize in Stuttgart und die Sterbebegleitung in der Filderklinik. Außerdem konnte er ein Expertengespräch mit Senada Leinmüller, Fachkraft für Palliative Care in Leinfelden-Echterdingen, führen.

Beim Empfang bei OB Roland Klenk berichtete Dr. Pavlenko auch über die politische Situation in Poltawa. Der zweite Wechsel der Stadtführung innerhalb von neun Monaten beunruhige die Bevölkerung nicht wirklich. Was alle begrüßten, sei die Bestrebung des neuen Präsidenten,  den Krieg im Osten der Ukraine zu beenden, sagte Dr. Pavlenko.

Der Chefarzt bedankte sich bei OB Klenk für die kontinuierliche Unterstützung auf dem Gebiet  der medizinischen Zusammenarbeit im Rahmen der Städtepartnerschaft.

Zurück in Poltawa, findet – wie nach einem Aufenthalt auf den Fildern üblich – ein Erfahrungsaustausch unter den dortigen Ärzten statt, sodass möglichst viele Fachkollegen von den hier gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen profitieren.