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Aus dem Stadtarchiv... 50 Jahre Schönbuch-Kindergarten

Leinfeldens Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg war beispiellos. Bereits 1964 hatte die Gemeinde die Zehntausend-Einwohnermarke geknackt und wurde dafür zur Stadt erhoben.

Frühe Aufnahmen aus dem Schönbuch-Kindergarten.
Frühe Aufnahmen aus dem Schönbuch-Kindergarten. | Foto: Stadtarchiv LE

Mit zunehmender Industrieansiedlung wuchsen die Einwohnerzahlen stetig. Der starke Bevölkerungszuwachs stellte Gemeinderat und Stadtverwaltung vor die schwierige Aufgabe, mit dem Bau neuer Schulen sowie neuer Kindergärten im gleichen Tempo Schritt zu halten.

Nach der Fertigstellung des Kindergartenneubaus in Oberaichen standen ab 1965 insgesamt knapp 400 Kindergartenplätze in den von der ev. Kirche betreuten Kindergärten Leinfelden, Unteraichen und Oberaichen und in dem von der kath. Kirche betreuten Kindergarten in Leinfelden zur Verfügung. Mit bis dahin insgesamt fünf Kindergärten gab es dennoch einen dringenden Bedarf an weiteren Plätzen. So kam es zum Kindergartenneubau für die Kinder im südlichen Leinfelden – im Brahmsweg.

Nach dem Kindergarten in Unteraichen war der Kindergarten Brahmsweg – so der offizielle Name des neuen Kindergartens – der zweite städtische Kindergarten, der in relativ kurzer Zeit in Fertigbauweise errichtet wurde. Der Kindergarten bot Raum für 70 Kinder in zwei Gruppenräumen und einem Kursraum, in dem auch Vorschulerziehung angeboten wurde. Am 2.11.1970 war Baubeginn, am 15. April 1971 zogen die ersten 70 Kinder ein. Die offizielle Einweihung erfolgte am 14. Juli 1971.

Am 5. Februar 1991 beschloss der Kulturund Sozialausschuss einstimmig, mehrere Kindergärten im Stadtgebiet umzubenennen, darunter auch den Kindergarten Brahmsweg in Schönbuch-Kindergarten. Diesen Namen führte der Kindergarten dann offiziell seit dem 15. April 1991. Im Jahr 1996 feierte der Kindergarten sein 25-jähriges Bestehen.

Ende 2007 entschied der VKS in einem Grundsatzbeschluss, dass im Rahmen der „Betreuungsoffensive 2015“ in allen Stadtteilen sukzessive sogenannte Kinder-und Familienzentren entstehen sollten. Den Beginn sollte der Neubau in Leinfelden darstellen, da der Schönbuch-Kindergarten ersetzt und erweitert werden sollte. Denn es hatte sich gezeigt, dass der Kindergarten, der naturgemäß in die Jahre gekommen war, sehr kostenintensiv hätte saniert werden müssen.

Zudem wäre eine dringend notwendige Erweiterung nur bedingt durchführbar gewesen. Deshalb wagte man den Schritt zu einem Neubau. Erster Spatenstich für das neue Kinder- und Familienzentrum Schönbuch war am 26. Oktober 2009. Kinder aus dem Schönbuchsowie dem Schneckenhaus-Kindergarten waren aktiv mit dabei. Das Richtfest fand dann bereits 7 Monate später, am 20. Mai 2010 statt, die Einweihung war am 2. Mai 2011.

Mit diesem Bau wollte die Stadt nicht nur den Engpass an Krippen- und Kindergartenplätzen abbauen, sondern zugleich mit der Umsetzung ihres neuen Konzepts in der Kleinkindbetreuung beginnen, nämlich Kleinkindbetreuung – Krippenplätze für unter 3-Jährige – und Kindergarten in einem. Gleichzeitig sollte für die Familien ein Haus der Begegnung entstehen.

In dem zweigeschossigen Haus in Holzbauweise können bis heute 55 Kindergartenkinder und 15 Kleinkinder untergebracht werden.