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Die Streuobstwiesen sind Ausflugsziel und Saftlieferant – Neu: LE-Apfelschorle 20 Jahre Apfel- und Birnensaft aus LE

Die Streuobstwiesen, die sich vielerorts rund um die einzelnen Stadtteile von LE erstrecken, sind nicht nur für Pflanzen und Tiere ein wichtiger Lebensraum. Viele Menschen nutzen sie zur Erholung, gehen dort spazieren oder sind mit dem Rad unterwegs. Und auch für das Klima spielen sie eine Rolle.

Foto: Stadt

Die Bäume auf den Streuobstwiesen müssen aber gepflegt werden. Nicht nur, damit sie gut tragen, sondern auch, um Baumschädlinge wie die Mistel zu bekämpfen. Doch der Baumschnitt bedeutet einen Aufwand, der sich für die Besitzer zumindest finanziell nicht rechnet. Zur Erhaltung unserer wertvollen heimischen Streuobstwiesen wurde deshalb vor 20 Jahren erstmals Obst aus Leinfelden-Echterdingen durch die Stadt im Rahmen eines Aufpreismodells angenommen, um daraus einen lokalen Saft herstellen zu lassen. Seither wurden insgesamt 440 Tonnen Äpfel und 57 Tonnen Birnen gesammelt und zu 250.000 Litern Apfelsaft und 77.000 Litern Apfel-/ Birnensaft verarbeitet.

Neben dem öffentlichen Verkauf werden die Säfte auch an einigen Schulen und Kindergärten ausgeschenkt. Die Stadträte sowie die Stadtverwaltung trinken die Säfte ebenfalls und seit Neuestem stehen die flüssigen Produkte der heimischen Streuobstwiesen auch auf der Getränkekarte der Filderhalle.

Zu Beginn wurden die Säfte in 1l-Flaschen angeboten, im Jahr 2009 kamen 0,5l-Gebinde hinzu. Nun wurde die Palette erweitert. Im Jubiläumsjahr 2020 wird erstmals Apfelschorle in 0,5l-Flaschen angeboten. Nicht nur der Stadtverwaltung liegt am Erhalt des Lebensraums. Im Rahmen der Streuobstkonzeption des Landes Baden-Württemberg fördert auch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) die fachgerechte Pflege von Streuobstbäumen mit 15 Euro pro Baum. Die Stadt erhöht diesen Betrag für Bäume auf ihrer Markung noch einmal um 10 Euro. Diese Prämie von insgesamt 25 Euro kann zwei Mal innerhalb von fünf Jahren ausgezahlt werden. Förderfähig sind alle Kern- und Steinobstbäume im Außenbereich der Stadt mit einer Stammhöhe von mindestens 1,40 Metern. Brennkirschen und Walnussbäume sind von der Förderung ausgeschlossen.

Antragsformulare gibt es, wie derzeit üblich, nach Terminvereinbarung beim Amt für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau, Bernhäuser Straße 13, Echterdingen, sowie beim OGV Echterdingen und dem OGV Stetten. Außerdem steht der Antrag auf der Homepage der Stadt in digitaler Form zur Verfügung. Die Anträge müssen bis zum 26. Juni abgegeben werden.

Bei Fragen kann man sich wenden an:
Stadtverwaltung: Herr Frick, Tel. 1600-698, E-Mail: m.frick@le-mail.de
OGV Echterdingen: H. Moll, Tel. 794 25 35
OGV Stetten: Fr. Vohl-Grözinger,
Tel. 794 35 97
 
Hier bekommt man die Säfte:
Grob, Raiffeisenstr. 31, Oberaichen
Hummel, Bernhäuser Str. 37, Echterdingen
Stäbler, Oberaicher Weg 8, Musberg
Vohl, Stuttgarter Str. 98, Unteraichen
Vohl-Grözinger, Bärenhofstr. 8/1, Stetten
 
Die 1l-Flasche (Apfelsaft naturtrüb und klar sowie Apfel-Birnensaft), kostet ab 1. Juni 1,35 Euro, die 0,5l-Flasche (Apfelsaft naturtrüb und klar) 0,75 Euro und die 0,5l-Apfelschorle 0,65 Euro.