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Goldäcker: Neues Kleinspielfeld ab Herbst

Der Baubeschluss ist gefasst: Ein neues Kleinspielfeld soll zwischen Rasenspielfeld und Kunstrasenplatz im Sportpark Goldäcker entstehen (Entwurfsplanung Ingenieursbüros MPI Münster). Mit seiner Größe von 43x41 Meter wird es Platz für verschiedene Trainingseinheiten bieten.

Entwurf: Ingenieurbüro MPI Münster

Damit geringe Kosten für Erdarbeiten anfallen, wird das Gelände im Norden abgetragen und im Süden aufgefüllt. Der Zugang erfolgt dann über eine Treppenanlage im Nordwesten. Im Norden wird das Spielfeld durch einen vier Meter hohen Ballfangzaun, im Süden durch einen sechs Meter hohen Ballfangzaun begrenzt. Für die Beleuchtung sind zwei Flutlichtmasten vorgesehen.

Geplant ist eine Kunstrasenfläche mit Teilsandverfüllung. Diese Bauweise enthält keine Kunststoffgranulatverfüllung, wodurch es auch nicht das Problem eines Eintrages von Mikroplastik in die Umwelt gibt.

2008 beim Bau des Sportparks Goldäcker stand das Grundstück nicht zur Verfügung. Mittlerweile konnte es die Stadt erwerben. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit dem TVE. Die vorhandenen Spielfelder sind nach Angaben der Vereine TVE und Calcio an der Kapazitätsgrenze, ein optimaler Trainingsbetrieb sei nicht mehr möglich. Nicht zu vergessen: Auch die Einwohnerzahl der Stadt wächst permanent und somit die Nachfrage nach Sport und Spiel.

Die Baukosten werden mit 400.000 Euro veranschlagt. Im Haushalt 2020 sind  240.000 Euro eingestellt. Weil im Verlauf der Detailplanung sich der Bedarf für ein größeres und auch beleuchtetes Spielfeld zeigte, und zudem die Verwendung eines neuartigen Sandes für den Kunstrasenbelag geplant wurde, ergaben sich Mehrkosten von 160.000 Euro. Die bewilligte der Technische Ausschuss zusammen mit der Entwurfsplanung in seiner Sitzung am 17. März. Nach Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung ist der Baubeginn für Juli vorgesehen. Fertigstellung wäre dann im September/Oktober.

Ab September muss allerdings auch das Rasenspielfeld generalsaniert werden. Es steht deshalb bis voraussichtlich Juni 2021 nicht zur Verfügung. Dadurch wird der Trainings- und Übungsbetrieb für die Vereine deutlich eingeschränkt sein. Das neue Kunstrasenfeld kann dies nur zu einem Teil auffangen.

Von den Vereinen erwarte er, dass das neue Kleinspielfeld zum Aufwärmen genutzt werde und ansonsten frei sei für die Öffentlichkeit, sagte Stadtrat Zellmer (SPD). Dass Kleinspielfelder für den Freizeitsport zugänglich sein müssen, bekräftigte auch Stadtrat Armbruster (Grüne).

Allerdings wies Manfred Kern, Leiter Amt für Schule, Jugend und Vereine, darauf hin, dass durch die Sanierung des Rasenspielfeldes das neue Kleinspielfeld vorerst hauptsächlich für die Vereine und Schulen freigehalten werden müsse.
Platz daneben für ein weiteres Feld sei nicht, erfuhr Stadtrat Klein (Grüne) auf Nachfrage: Das dortige Vereinsgelände soll erweitert werden.

Stadträtin Koch (CDU) erinnerte daran, dass man auf den Sportstättenentwicklungsplan warte. Dafür, so Stadtrat Haug (FW/FDP), benötige man zunächst den Belegungsplan der Sportflächen insgesamt.