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Wettbewerb Kita mit Wohnen an der Stangenkreuzung Grundstück wird ausgeschrieben

Im Technischen Ausschuss wird voraussichtlich im April oder Mai der Beschluss für das Investorenauswahlverfahren zum geplanten Projekt Kindertagesstätte plus Wohnungen an der Stangenkreuzung fallen. Wie berichtet, plant die Stadtverwaltung an der Ecke Leinfelder Straße/Stangenstraße ein mehrgeschossiges Gebäude.

Kreisel mit bunten Stangen

In Echterdingen besteht ein dringender Bedarf an Betreuungsplätzen, der auf absehbare Zeit nicht nachlassen wird. Knapp und teuer ist aber auch Wohnraum in der Stadt, weshalb die Stadt sich Belegungsrechte sichern will, um z.B. städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geeignete Wohnungen anbieten zu können. Der Mangel geeigneter kommunaler Flächen im Stadtgebiet erfordert die Umnutzung vorhandener innerstädtischer Flächen. Erst kürzlich hat auch ein Positionspapier des Jugendgemeinderats auf den Mangel an bezahlbaren Wohnungen aufmerksam gemacht.

Das Vorhaben ist bei Anwohnern des Stangenquartiers auf Kritik gestoßen (wir berichteten), vor allem wegen einer befürchteten zusätzlichen Verkehrsbelastung der Stangenstraße, aber auch wegen der Gebäudehöhe und der Inanspruchnahme der Grünfläche. Wobei zum Thema Verkehr zu sagen ist, dass eine aktuelle Verkehrszählung die Datengrundlage von 2014, die von Anwohnerseite als veraltet kritisiert worden war, nicht wesentlich verändert hat: Festgestellt wurde eine marginale Zunahme von lediglich zusätzlichen 15 Kfz innerhalb von vier Stunden (15-19 Uhr).

Die Bedenken und Anregungen der Anwohner werden in dem Ausschreibungstext aufgenommen. Das Grundstück soll an einen gemeinnützigen Bauträger vergeben werden. Dessen Planungsentwurf wird dann erneut in einer Informationsveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Nach geltendem Bauplanungsrecht ist eine Bebauung der Fläche an der Stangenkreuzung nicht zulässig, da es sich um eine ausgewiesene Grünfläche handelt. Dementsprechend ist eine Änderung des Bebauungsplans notwendig.

Mit der wettbewerblichen Vergabe des Grundstücks sollen neue Ideen zur Gestaltung des Baukörpers und verkehrlichen Abwicklung entwickelt werden. Das Gebäude soll sich gut in die Umgebung einfügen. Sobald die Details feststehen, wird der Bebauungsplanentwurf auf den Baukörper angepasst und als Satzung beschlossen.