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Baumfällung bringt Sicherheit und schafft neuen Lebensraum

Am Nenkersweiler Graben zwischen Echterdingen und Stetten hat die Stadt kürzlich einige große Weiden gefällt. Und das hat einen einfachen Grund: Die zu den Weichholzarten gehörenden Bäume hatten das natürliche Ende ihres Lebenszyklus erreicht.

Gefällte Bäume zwischen Echterdingen und Stetten
Foto: Krämer

„In den vergangenen Jahren sind mehrfach dicke Äste abgebrochen, was ein deutliches Signal für die Altersphase dieser Bäume ist“, erklärt Martin Frick. Bevor weitere Äste abbrechen und womöglich Schaden anrichten, habe man sich entschieden, die Bäume auf einen Reststamm von drei bis fünf Metern zu stutzen, so der Mitarbeiter des Amts für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau.

„Die Bäume sind nicht tot, sondern treiben im kommenden Frühjahr wieder aus und werden im Laufe der nächsten Jahre baumartig wachsen, bis in 20 oder 30 Jahren der nächste Rückschnitt erfolgt“, ergänzt Frick. Ein interessanter ökologischer Aspekt dieser Kopfweiden-Kultur sei die Entstehung und Erhaltung von morschem oder totem Holz, das Lebensraum für totholzbewohnende Spezialisten unter den Insekten sei. „Und der büschelige Neuaustrieb“ so Frick, „ist bei Vögeln als Nistplatz sehr beliebt“.