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E-Mobilität wächst stark – Konzept für Ladeinfrastruktur vorgelegt Prognose: Mehr als 500 Ladepunkte bis 2030 notwendig

Fachleute erwarten, dass immer mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein werden. Doch die müssen aufgeladen werden, weshalb die Zahl der Ladesäulen gesteigert werden muss. Derzeit gibt es im Stadtgebiet 41 öffentlich zugängliche AC-Ladepunkte, die mit normalem Wechselstrom betrieben werden und die Batterien in den Fahrzeugen allerdings langsamer laden als Schnellladesäulen (DC-Ladepunkte).

Stadtplan mit Stecknadeln, an denen sich E-Ladestation befinden
Foto: bluedesign/Adobe Stock

„Wir müssen vorankommen, dafür ist ein Konzept nötig“, sagte der Erste Bürgermeister Benjamin Dihm in dieser Woche bei einer Sitzung des Technischen Ausschusses. Damit war das „Institut Stadt Mobilität Energie“ (ISME) beauftragt worden. ISME-Mitarbeiterin Franziska Geske stellte dem Gremium die Ergebnisse der Untersuchung vor. 

Demnach decken die bereits geplanten und umgesetzten Ladesäulen der Stadtwerke LE den Bedarf für 2022 und teilweise von 2023. In der ersten Ausbaustufe 2023 sollten 13 weitere Ladepunkte eingerichtet werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Mit Blick auf die Prognosen bei den Elektrofahrzeugen muss bis 2025 die Zahl der AC-Ladesäulen – die grundsätzlich jeweils zwei Ladepunkte haben – deutlich steigen. „Wir gehen von weiteren 83 Ladepunkten aus“, so Geske. Bis 2030 würden den Berechnungen zufolge insgesamt 511 AC-Ladepunkte und 38 DC-Ladepunkte notwendig. „Der Bedarf wird sich über das Jahr 2030 hinaus weiter erhöhen“, schilderte sie ihre Einschätzung. Dihm sprach sich außerdem dafür aus, zumindest einen Teil der Ladesäulen von externen Anbietern einrichten zu lassen. „Wir schaffen personell nicht alles“, ergänzte er.

Die Stadträte, die wie Konrad Pfeilsticker (Grüne) und Dr. Eberhard Wächter (Fraktionsvorsitzender Freie Wähler) ebenfalls von einem deutlich höheren Bedarf an Ladesäulen ausgehen, gaben grünes Licht für den Ausbau, wünschten sich – wie die CDU-Fraktionsvorsitzende Ilona Koch – Veränderungen an vorgeschlagenen Plätzen.

An diesen Standorten sollen die Ladesäulen eingerichtet werden:

  • In den Gärtlesäckern 2/1, Sindelfinger Straße 20, Kleiststraße 4, Meisenweg 37, Lilienstraße 41, Tübinger Straße 6, Hauptstraße 12, Manosquer Straße 73, Jahnstraße 60, Wetteplatz 2, Alte Poststraße und Hauptstraße 53. Für zwei weitere Ladesäulen wird nach Kritik von Stadträten nach genauen Standorten gesucht. Angedacht sind der P+R-Parkplatz in Oberaichen und die Lengenfeldstraße.