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Stadt startet „Energieserie“ mit Spartipps in den städtischen Medien Gemeinsam gegen die Energiekrise

Der Klimawandel hat den Umbau unserer Energieversorgung ausgelöst und bereits zu etlichen Maßnahmen geführt. Mitten in diesem Transformations­prozess zeigt der Krieg in der Ukraine uns zudem, wie groß globale Abhängigkeiten sind und wie fragil die europäische Energieversorgung ist. 

Stadt startet „Energieserie“ mit Spartipps in den städtischen Medien
Foto: marcus_hofmann/Adobe Stock

Neben dem furchtbaren menschlichen Leid in dem betroffenen europäischen Nachbarland müssen wir erkennen, wie der Krieg eine Preisspirale auszulösen droht und die gewohnt verlässliche Energieversorgung in Deutschland und vielen europäischen Ländern plötzlich infrage steht. Ein gigantischer Preissprung an den Energiebörsen verdeutlicht unsere Abhängigkeit, stürzt erste Versorgungsunternehmen in existenzielle Krisen und ist dabei beim Endverbraucher noch gar nicht richtig angekommen. 

Neben der Sorge um Versorgungssicherheit nicht nur in den Wintermonaten stehen uns nie dagewesene Energiepreise bevor. Energiesparen rückt nun ganz deutlich in den Blickwinkel und erlangt die Bedeutung, die eigentlich auch notwendig ist. Wir sind wieder bereit, die längst bekannten und so oft strapazierten kleinen Maßnahmen, die wir alle in unserem persönlichen Umfeld tun können, ernst zu nehmen und umzusetzen. 

Und das wird Erfolg zeigen. Jede Kilowattstunde zählt, keine noch so kleine Maßnahme ist überflüssig, jeder kann mitmachen. Stadt und Stadtwerke beginnen in dieser Amtsblatt-Ausgabe mit einer Serie zum Thema Energiesparen (Seite 9). Sie finden darin regelmäßig Tipps, wie Sie Gas, Öl und Strom sparen und damit Ihren Beitrag leisten, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, die Umwelt entlasten und ihre Energiekosten senken können. 

Dabei wollen wir auch zu mehr und gemeinsamem Bürgerengagement kommen. Energiesparen ist weit mehr als nur die Idee, alte und meist auch ineffiziente Geräte gegen neue zu tauschen oder die Raumtemperaturen bedarfsgerecht zu steuern. Energiesparen bedeutet auch, die eigene Mobilität zu verändern, auf das Fahrrad umzusteigen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder unnötige Wege zu hinterfragen. 

Kugelförmiger Gasspeicher
Kugelförmiger Gasspeicher | Foto: BDEW

Energiesparen und damit Klimaschutz bedeutet, auch Einkaufsgewohnheiten zu verändern, lokal einzukaufen und regionale Produkte zu bevorzugen, Ernährungsgewohnheiten zu ändern und energieintensive Lebensmittel seltener auf den Tisch zu bringen. Jeder hat also eine Menge Möglichkeiten in der Hand, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Stadt und Stadtwerke tun ihr übriges. .

Viele Gebäudesanierungen stehen an und werden beschleunigt, neue Wärmequartiere wie HiMi und Goldäcker werden klimaneutral versorgt und einem schnellen PV Ausbau – auf Gebäuden und in Form von Freiflächenanlagen – kommt große Bedeutung zu. Die aktuelle Sorge stellt neue Ansprüche und Aufgaben an bereits geplante Maßnahmen, die uns alle zukunftsfähiger machen werden. 

Damit und mit allen anderen Maßnahmen haben wir nicht nur die nächste Heizperiode im Blick, sondern werden uns zu einer resilienteren, krisenfesteren Gemeinschaft entwickeln. Und nur als Randnotiz am Schluss: aktuelle Speicherstände stimmen mit Ihrem Engagement und den Maßnahmen auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen zumindest für den nächsten Winter durchaus hoffnungsfroh