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Digitalisierung in der dualen Ausbildung: Staatssekretärin Schütz in Leinfelden-Echterdingen

Gleich zwei Unternehmen in der Stadt erhielten in der vergangenen Woche prominenten Besuch aus dem  Wirtschaftsministerium: Staatssekretärin Katrin Schütz stattete bei ihrer dreitägigen „Digitalisierungs- und Ausbildungsreise“ 14 Betrieben in den Regionen Stuttgart und  Ostwürttemberg einen Besuch ab.

Digitalisierung wird Bestandteil in jeder Berufsausbildung. | Foto: Bergmann

Bei der JW Froehlich Maschinenfabrik in Leinfelden gibt es seit Beginn dieses Jahres vier Auszubildende, die sich als „Digi-Scouts“ einen Namen machen. Ihren Fokus richten sie auf Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Technologien. Zwei dieser Azubis präsentierten der Delegation aus dem Wirtschaftsministerium gleich mehrere Beispiele, wie Digitalisierung den Alltag in der Ausbildung erleichtern kann und zudem Spaß macht: die Gestaltung einer  firmeneigenen E-Learning-Plattform, die Azubis wie neue Mitarbeiter im Einarbeitungsprozess unterstützen kann, oder auch QR-Codes, mit denen an Maschinen Bedienungs- oder Sicherheitshinweise abgerufen werden können. Vor ca. einem Jahr hat das Unternehmen als eines der ersten in der Region Stuttgart das „digitale Berichtsheft“ eingeführt. JW Froehlich, berichtete Geschäftsführer Daniel Ludin (Bild rechts), hat mit rund 430 Mitarbeitern eine zehnprozentge Ausbildungsquote.

Der Besuch bei der HerzApotheke Mache im Zentrum von Echterdingen bildete den Abschluss der dreitägigen Reise durch das Musterländle der dualen Ausbildung (betriebliche Ausbildung plus Besuch der Berufsschule). „Weltweit werden wir in Deutschland für das System der dualen Ausbildung bewundert und gelobt“, hob Staatssekretärin Schütz hervor. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen vier junge Damen, die die Ausbildung zur pharmazeutischkaufmännischen Angestellten absolvieren. Sie beantworteten die Fragen der Staatssekretärin zur Motivation für diesen Beruf oder zu den Besonderheiten ihres Joballtags mit überzeugender Begeisterung. Die HerzApotheke arbeitet im Verbund von elf Mache-Apotheken in der Region Stuttgart und in Biberach. Insgesamt absolvieren 25 junge Menschen dort ihre duale Ausbildung.

Auch im Bereich der Apotheken spielt die Digitalisierung eine zunehmend größere Rolle.  Robert Mache, Sohn des Unternehmerehepaars Sabine und Stephan Mache, erläuterte, dass dieser Trend auch aus der Welt der Apotheken nicht mehr wegzudenken sei. Am Ende soll der Service für den Kunden verbessert werden.

„Viele Betriebe im Land ergreifen die Chancen der Digitalisierung und machen die  Berufsausbildung damit besonders attraktiv“, so das Fazit der Staatssekretärin.