Pfeil nach unten

Besserer Schutz von Baumbeständen in den Streuobstwiesen Technischer Ausschuss beschließt weitere Mistelbekämpfung

Auch wenn das Image von Misteln gut ist: Die Pflanzen sind Halbschmarotzer und schädigen die Bäume, auf den sie wachsen – vor allem Obstbäume. Einstimmig hatten die Stadträtinnen und Stadträte im Technischen Ausschuss deshalb vor zwei Jahren beschlossen, dass die Stadtverwaltung Leinfelden-Echterdingen Misteln auf privaten Streuobstwiesen bekämpfen darf.

Mistelbeseitigung auf Streuobstwiese
Foto: Bergmann

Hintergrund ist, dass Teile der privaten Streuobstwiesen nicht gut gepflegt sind. Besonders hier können sich Misteln gut verbreiten und die Baumbestände schädigen. Da einige der Besitzerinnen und Besitzer sich schwer tun mit der fachgerechten Pflege der Obstbäume oder nicht das nötige Know-how zur Beseitigung von Misteln haben, war diese Maßnahme im Zuge des Streuobstförderprogramms ins Leben gerufen worden.

Die Mistelbeseitigung ist in den vergangenen zwei Jahren gut angenommen worden. Um einen langfristigen Erfolg zu erzielen und den Streuobstwiesenbestand vital zu halten, wurde die Maßnahme kürzlich einstimmig von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses verlängert. 

Dass die Entfernung der Misteln notwendig ist, zeigen die Kartierungen der befallenen Obstbäume durch das städtische Amt für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau, bei denen vor allem im Bereich der Echterdinger und der Stetter Halde viele befallene Bäume festgestellt wurden. 

Zusätzlich soll in den bereits bearbeiteten Gebieten (Echterdingen, Brühlländer sowie im Bereich zwischen Musberg und Oberaichen) geschaut werden, ob die bereits durchgeführten  Rückschnittarbeiten die Misteln zurückgedrängt haben oder ob noch einmal zur Säge gegriffen werden muss.

  • Bei weiterführenden Fragen oder Anregungen zum Thema Mistelbeseitigung wenden Sie sich gerne an den städtischen Experten für Naturschutz und Landschaftspflege, Martin Frick, Tel. 1600-698, E-Mail: m.frick@le-mail.de