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Hundekot und Müll gefährden Menschen und Tiere Landwirte bitten um mehr Rücksicht

Gassi gehen gehört zu den täglichen Aufgaben von Hundehaltern. Der vierbeinige Freund braucht seinen Auslauf und muss ja auch sein „Gschäft“ machen. Die meisten Besitzer von Bello & Co. halten sich daran, dass der Hundekot eingesammelt wird.

Landwirte auf einem Traktor auf einem Feld
Foto: Bergmann

An zahlreichen Stellen sind Spender aufgestellt, aus denen Beutel für die Hinterlassenschaften der Tiere entnommen und dann fachgerecht entsorgt werden können.

Leider gibt es unter den Hundebesitzern auch „schwarze Schafe“, die sich nicht um die Hinterlassenschaften ihres Hundes scheren. Der Haufen in der Wiese kann von Kühen, Pferden und Schafen gefressen werden und deren Gesundheit beeinträchtigen. Bei trächtigen Kühen verursacht verunreinigtes Futter möglicherweise sogar Fehlgeburten.

Äußerst unappetitlich und für die menschliche Gesundheit gefährlich kann es werden, wenn der Hundehaufen auf Salat- und Krautköpfen oder anderen Nutzpflanzen abgesetzt wird. „Guten Appetit“ kann dann kaum gewünscht werden. Gerade jetzt im Frühling, wo die Landwirte ihre Pflanzen setzen und bis zur Ernte hegen und pflegen, kommt es immer wieder zu Klagen über massive Verunreinigungen – nicht nur durch Hundekot, sondern auch durch Müll.

Mit ein wenig Rücksichtnahme ist ein gutes Miteinander zwischen Landwirten, Spaziergängern, Radfahrern, Joggern und natürlich auch Hundehaltern möglich. Müll gehört nicht auf den Acker oder auf die Wiese, sondern in den Rucksack oder die Tasche, um ihn im Mülleimer zu entsorgen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit! Und Flächen, auf denen Gras und Gemüse gedeihen, sollten von Zwei- und Vierbeinern nicht betreten werden, was so auch im Landesnaturschutzgesetz steht. Und wenn doch einmal der Haufen fällt, schaufelt man ihn in die Tüte. So bleibt der Gang auf die Felder ein Gratis-Vergnügen, denn im Freien hinterlassener Müll und Kot sind eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe geahndet werden können.