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Start der Baumaßnahmen in der „Historischen Mitte Echterdingen“ Sanierung der Christophstraße beginnt kommende Woche

Die „Historische Mitte Echterdingen“ wurde vom Gemeinderat in der Sitzung vom 18. September 2018 als Sanierungsgebiet festgelegt. Mit Hilfe dieses Verfahrens sollen städtebauliche Missstände behoben und eine zukunftsfähige Entwicklung angestoßen werden.

Die Echterdinger Christophstraße
Jetzt geht’s los: In der Christophstraße stehen nun die ersten Baumaßnahmen des großen Sanierungsprojekts „Historische Mitte Echterdingen“ an. Die Arbeiten starten in der kommenden Woche. Danach folgt die nördliche Burgstraße. | Foto: Bergmann

Die gesetzten Ziele sind eine Verbesserung und der Ausbau der Wohnfunktionen durch Modernisierung und Instandsetzung und die Aufwertung des Ortbildes sowie der Gestaltungsqualität. Die öffentliche und soziale Infrastruktur wird an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst, soziale Einrichtungen und Barrierefreiheit sollen geschaffen werden, Grünräume mit Naherholungs- und ökologischer Funktion entstehen, die Nahversorgung, Dienstleistungs- und Einkaufsangebote werden sichergestellt und ausgebaut.

Ein weiteres, wichtiges Ziel der Sanierung, das mit Mitteln der Städtebauförderung realisiert werden soll, ist die Verbesserung und Gestaltung des öffentlichen Raumes, die Ordnung des ruhenden Verkehrs und der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes. Die Sanierung und Umgestaltung der Christophstraße und der nördlichen Burgstraße sind nun die ersten beiden großen Baumaßnahmen in diesem Jahr. 

Die Christophstraße trägt heute noch dörfliche Strukturen in sich, die erhalten bleiben sollen. Gleichzeitig werden an sie durch den Standort der Freiwilligen Feuerwehr hohe Nutzungsanforderungen gestellt, die es zu erfüllen gilt. Dies erfordert eine eindeutige Trennung zwischen Fahr- und Gehbereich. Die Fahrbahn wird die heutige Breite von 5,50 Metern behalten. Parallel zur Fahrbahn ist zukünftig – ein- oder beidseitig – ein sogenannter Multifunktionsstreifen als prägendes Element der gesamten „Historischen Mitte“ vorgesehen. 

Auf dieser Fläche soll sowohl das Parken als auch die Einrichtung von Baumquartieren und der Einbau von Ausstattungselementen wie Mastleuchten, Fahrradbügel, Sitzpoller, Abfallbehälter oder Hinweisschilder ermöglicht werden. Durch die Sanierung und Umgestaltung der Christophstraße soll allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern – dem motorisierten Individualverkehr, dem öffentlichen Personennahverkehr, den Radfahrern und den Fußgängern – gebührend Fläche eingeräumt werden. 

Der nördliche Teil der Echterdinger Burgstraße
Der nördliche Teil der Burgstraße steht ab Oktober im Fokus der Baumaßnahmen in der „Historischen Mitte Echterdingen“. | Foto: Bergmann

Ziel ist es, durch diese Ordnung den Gehweg und die Fahrbahn frei von diesen Elementen zu halten. Die Gehwege sollen, wenn möglich, in einer für den Begegnungsfall ausreichenden Breite angelegt werden. Zur Führung und Leitung von bewegungseingeschränkten Menschen sind entsprechende taktile Bodenindikatoren und durchgängig flache Randsteine vorgesehen. Die Begrünung durch Bäume belebt den Straßenraum, spendet Schatten und leistet einen Beitrag zur Klimaverbesserung.

Die Ausführung der Bauleistungen wurde an die Firma Moll aus Gruibingen vergeben. Mit den Bauarbeiten wird nächste Woche begonnen. Zunächst werden notwendige Leitungsarbeiten der Stadtwerke LE, der NetzeBW und der Telekom durchgeführt, bevor mit dem eigentlichen Ausbau der Straße angefangen werden kann. Die Ausführung erfolgt in enger Abstimmung mit den Anliegern, den Dienstleistern und der Feuerwehr.

Erneuerung der nördlichen Burgstraße soll im Oktober folgen

Die Sanierung der nördlichen Burgstraße bekommt im Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet „Historische Mitte Echterdingen“ eine ganz besondere Bedeutung, so ist die Straße eine wichtige Fußwegeverbindung vom Bahnhof zur „Historischen Mitte“. Der heutige Gehweg hat für die tägliche, sehr hohe Zahl von Fußgängern – sei es von der Bahn kommend zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf und zurück – eine viel zu geringe Breite.

Um der hohen Bedeutung der Burgstraße als Fußwegeachse gerecht zu werden und die Verkehrsbelastung zu reduzieren, wird hier ein „verkehrsberuhigter Bereich“ ausgewiesen sowie eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Durch einen niveaugleichen Ausbau und die Aufhebung der baulichen Trennung zwischen Flächen für den Fuß-, Rad- und den motorisierten Individualverkehr sind die Voraussetzungen für die verkehrsrechtliche Anordnung eines verkehrsberuhigten Bereiches erfüllt. Als Geschwindigkeit wird Schritttempo angeordnet. Das Parken ist nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt. Am Anfang und Ende der Straße steht das Verkehrszeichen „Spielstraße“.

Wie in der Christophstraße wird auch in der Burgstraße ein Multifunktionsstreifen angelegt, der sowohl das Parken als auch die Einrichtung von Baumquartieren und den Einbau von Ausstattungselementen ermöglicht. Im Zusammenspiel mit dem südlichen Teil der Burgstraße, der zu einem späteren Zeitpunkt erneuert wird, soll die Verbindung der Ortsmitte zum Bahnhof Echterdingen verbessert werden. Ziel der Sanierung ist es, eine attraktive Wegeverbindung mit einem einheitlichen Leitkonzept über die Plieninger Straße hinweg zu etablieren, um so auch eine bessere Auffindbarkeit zu gewährleisten.

Die Ausführung der Bauleistungen wurde an die Firma Bach aus Stuttgart vergeben, die voraussichtlich im Oktober mit den Arbeiten beginnen wird. Die Stadtwerke LE werden im Zuge des Straßenbaus die Wasserleitung umlegen und erneuern sowie Breitbandleitungen neu verlegen. Die Ausführung erfolgt in enger Abstimmung mit den Anliegern.

In nächster Zeit wird das Pflaster in der Fahrbahn der Bernhäuser Straße abschnittsweise ausgebaut. Es wird dann als Recyclingpflaster in den sanierungsbedürftigen Straßen wieder eingebaut. In diesem Zuge werden auch die Schlaglöcher in der Fahrbahn entfernt. Die endgültige Sanierung der Bernhäuser Straße steht 2024 an. Bis dahin erhält die Fahrbahn einen bituminösen Belag.

Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der Stadt:

  • Bei Fragen zur Städtebauförderung: Frau Bramborg, Stadtplanungsamt, E-Mail: s.bramborg@le-mail.de, Telefon: 1600-732
  • Bei Fragen zum Leitungsbau: Herr Kemmner, Stadtwerke LE, E-Mail: j.kemmner@le-mail.de, Telefon: 1600-940
  • Bei Fragen zum Straßenbau: Herr Bommer, Amt für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau, E-Mail: s.bommer@le-mail.de, Telefon: 1600-684