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Schienenlärm: Stadt bleibt wachsam

Anlieger der S-Bahnstrecke haben sich in jüngerer Zeit zunehmend darüber beschwert, dass vorbeifahrende Züge seit zwei, drei Jahren nicht nur immer mehr Lärm verursachen, sondern auch Erschütterungen auslösen. Die Folge seien Risse in den Wänden, die nach ihrer Ansicht vom Erschütterungsschall herrühren.

S-Bahn fährt durch Leinfelden
Foto: Bergmann

Einer eigens gegründeten Bürgerinitiative (Bürgerinitiative für menschen- und umweltverträglichen Schienenverkehr in LE (BIMUSLE) war es in der vergangenen Woche gelungen, Vertreter der Deutschen Bahn nach Leinfelden-Echterdingen zu holen, um ihren Klagen vor Ort Ausdruck zu verleihen und außerdem 120 Unterschriften zu überreichen.

„Diese Unterschriftenliste zeigt, wie gravierend das Problem geworden ist“, betont Roland Klenk. Der Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen freut sich über die Zusage der Bahn, der Ursache für die Belastungen auf den Grund zu gehen. „Wir werden lästig sein“, kündigte er in einem Interview mit dem SWR Fernsehen an. Überlegt werde derzeit auch, ob die Stadt eigene Untersuchungen in Auftrag gibt, um die Belastungen festzustellen und gegebenenfalls bei der Deutschen Bahn auf die Einhaltung der gültigen Grenzwerte zu dringen.

Unabhängig davon muss die Bahn – sofern S21 kommt – Lärmschutzmaßnahmen finanzieren. Auch die Stadt würde dann Geld in die Hand nehmen, um nicht nur den Basisschutz zu bekommen, sondern Maßnahmen, die sich in das Stadtbild einfügen.