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Sanierung Historische Mitte Gemeinderat verabschiedet Rahmenplan

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag den städtebaulichen Rahmenplan „Sanierung Historische Mitte Echterdingen“ beschlossen. Das bedeutet: Der Rahmenplan ist Grundlage und Leitbild für die weiteren Planungen und Überlegungen der Stadt im Bereich der Historischen Mitte.

Das Alte Rathaus soll wieder sein Alleinstellungsmerkmal bekommen. | Foto: Bergmann

Der Rahmenplan soll mittelfristig noch um einen Masterplan Licht, einen Freiflächengestaltungsplan und ein Gestaltungshandbuch ergänzt werden und Grundlage für eine Gestaltungssatzung sein. Der Rahmenplan ist aber ein informeller Plan, der sich beispielsweise vom Bebauungsplan dadurch unterscheidet, dass er kein Baurecht schaffen kann. Im Laufe der Sanierung wird nun entschieden, ob ein Bebauungsplan aufgestellt werden sollte. Bauvorhaben im Geltungsbereich des Rahmenplans habe die Ziele zu berücksichtigen und er dient als Basis für die Beurteilung der sanierungsrechtlichen Genehmigungsfähigkeit künftiger privater Bauvorhaben.

Bund und Land fördern Sanierung

Das rund 12,3 Hektar umfassende Sanierungsgebiet „Historische Mitte Echterdingen“ wurde im September 2018 förmlich festgelegt und in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Der Bund und das Land Baden-Württemberg fördern die städtebauliche Aufwertung des Gebietes. Der städtebauliche Rahmenplan für die „Historische Mitte Echterdingen“ wurde mit der Beteiligung der Bürger und fachämterübergreifend als informelles Planungsinstrument entwickelt, um Entwicklungspotentiale der „Historischen Mitte Echterdingen“ zu stärken und Perspektiven für zukünftige Nutzung in groben Zügen darzustellen. Die Planinhalte dienen der vereinfachten Darstellung von zukünftigen städtebaulichen Planungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die städtebauliche Planung und somit der Rahmenplan sind für die Vorbereitung und Durchführung der Sanierung ein unverzichtbares Instrument.

Das ist geplant:

Bebauung

Mehr und vor allem auch modernere Wohnungen sind ein wichtiges Ziel der Sanierung. Das heißt: bestehender Wohnraum wird an die heutigen Bedürfnissen angepasst. Weitere Wohnungen könnten auf freien Flächen im Gebiet, aber auch durch die Umnutzung und Erweiterung von bereits bestehenden Gebäuden entstehen. Häuser mit Sanierungsbedarf sollen fachgerecht instandgesetzt und die vorhandene historische und – teilweise – denkmalgeschützte Bausubstanz erhalten werden. Neubauten sollen sich in das historische Stadtbild einfügen und an den Bestand angepasst werden.

Öffentliche und soziale Infrastruktur

Öffentliche Räume, also die Plätze, Straßen und Wege im Bereich des Sanierungsgebiets werden an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. So sollen die Barrierefreiheit verbessert und Grünflächen angelegt werden, auf den man auch gerne verweilen will. Kurze Fußwege, auf denen die Menschen schnell und sicher ihr Ziel erreichen, sind genauso das Ziel der Sanierung wie der Erhalt und die Stärkung der Geschäfte und Dienstleister in der Historischen Mitte.

Weniger Autos, mehr Fußgänger und Radfahrer

Die Hauptstraße soll neu gestaltet werden und dadurch für den Durchgangsverkehr weniger attraktiv werden. Das schafft Raum für Fußgänger und Radfahrer in einer attraktiver gestalteten Umgebung, in der man gerne unterwegs ist und sich aufhält. Das wird auch den Läden und Dienstleistern im Ort zugute kommen, die in einer attraktiveren Lage auf mehr Kunden hoffen dürfen. Weniger Kfz sind nicht nur in der Bernhäuser Straße gewünscht. Eine Verkehrsberuhigung wird auch in der Burgstraße, Bäckergasse und der Backhausgasse angestrebt. Und dort, wo es möglich ist, sollen Fußgänger Vorrang haben.

Ökologische Maßnahmen

Ein durchgängiges Grünkonzept soll die Maßnahmen im Gebiet sinnvoll unterstützen und den dörflichen Charakter der „Historischen Mitte“ unterstreichen.