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Gemeinderat beschließt Raumprogramm für Hallenbad-Neubau Fokus auf das Wesentliche: Schwimmen und Planschen

Schon seit längerem wird über einen Ersatz für das in die Jahre gekommene Hallenbad in Leinfelden diskutiert. Verschiedene zusätzliche Optionen waren angedacht worden. Eine kleine Huckepack-Sporthalle als Ersatz für die Kinoturnhalle zum Beispiel. Oder ein neuer Saunabereich. Nun hat sich eine Lösung herauskristallisiert, die am Dienstag einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet wurde.

Foto: Stadt

Das Gremium hat auf Vorschlag der Stadtverwaltung hin Abstand vom Bau einer ans Bad angedockten Sporthalle genommen. Dafür hätten Teile des Stadtparks genutzt werden müssen. Außerdem wäre diese Lösung recht teuer geworden und hätte sich angesichts der zu erwartenden dramatischen Finanzentwicklung der nächsten Jahre nicht vertreten lassen. Die Kinoturnhalle soll daher für den Schul- und Vereinssport bis auf weiteres weiterbetrieben, aber mittelfristig durch eine Mehrzweckhalle an der Ludwig-Uhland-Schule ersetzt werden.

Auch eine Sauna wird es nach dem Neubau nicht mehr geben. Zu groß wäre der Aufwand, da eine „kleine“ Sauna nicht realisierbar ist. Und teuer wäre sie auch: Investitionskosten von mindestens 3,5 Millionen Euro und jährliche Folgekosten in Höhe von rund 430.000 Euro wären zu erwarten – und das angesichts in der Vergangenheit zurückgehender Besucherzahlen.

Das neue Hallenbad, für das das Raumprogramm nun beschlossen wurde, orientiert sich daher an der Hauptnutzung: dem Baden. Das Schwimmbecken soll eine Größe von 25 x 12,5 Meter bekommen und reicht damit für fünf Bahnen aus. Dazu kommt eine Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter- Brett. Vorgesehen ist außerdem ein Lehrschwimmbecken, das unabhängig vom Hauptbecken nutzbar ist. Dazu kommen ein Kinderplanschbecken mit Rutsche und kleinem Wasserspielbereich sowie ein Picknick- und Aufenthaltsbereich. Den Zugang zur großen Liegefläche im Außenbereich wird es natürlich weiterhin geben.

In einem nächsten Schritt werden nun die Planer des Bades in einem Auswahlverfahren bestimmt. Planungs- und Bauphase werden auf insgesamt mindestens drei Jahre geschätzt.