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Nachhaltiges Vorzeigeprojekt im Westen von Echterdingen Goldäcker als mögliches IBA-Projekt: Bauen für die Zukunft

Im Westen von Echterdingen soll mit dem Wohngebiet Goldäcker ein Vorzeigeprojekt entstehen. Und das in mehrerlei Hinsicht.

Foto: Krämer

Das Bauprojekt ist für die geplante Internationale Bauausstellung 2027 interessant und hat die Chance, mit seinen innovativen Planungsschwerpunkten in das Netz der Internationalen Bauausstellung (IBA) aufgenommen zu werden – was jedoch nicht automatisch eine aktive Teilnahme an der IBA’27 bedeutet. Immerhin: Die ambitionierten Bestrebungen stoßen auch auf fachlicher Ebene auf positive Resonanz.

Zu einem Vorzeigeprojekt wird das Baugebiet, in dem rund 180 neue Wohneinheiten entstehen sollen, durch seine zukunftsträchtige und nachhaltige Ausrichtung. Die Grundsätze dafür wurden passend unter dem schwäbischen Begriff KAEPSELE zusammengefasst. „Erklärtes Ziel ist es, den Klimaschutz mit sozialem Wohnungsbau zu verbinden“, betont Baubürgermeisterin Eva Noller. Klimaschutz und -anpassung durch emissionsfreies Bauen, Pflanzen, Stoffkreisläufe und Energievernetzung – so lauten die dazu passenden Stichworte. „Mit diesem Projekt können wir dem Klimawandel mit Lösungen begegnen, die sich auch ökonomisch umsetzen lassen“, ergänzte der Leiter des Planungsamts, Philipp Schwarz.

Vonseiten der Stadträte gab es viel Zustimmung. „Das wird ein interessanter Spagat, klimaneutral zu sozialen Preisen zu bauen“, sagte Walter Vohl (Freie Wähler). Dr. Eberhard Wächter, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, regte an, bei dem „IBA-würdigen Gebiet den Radverkehr zu berücksichtigen“. SPD-Fraktionschef Erich Klauser geht davon aus, dass das Projekt der Stadt Ehre einbringen wird und signalisierte klare Zustimmung. Und die kam auch von den Grünen. „Wir stimmen ausdrücklich zu, es wäre schön, wenn in dieser Richtung mehr passiert“, sagte Konrad Pfeilsticker. Und für Ilona Koch „ist es gut, dass wir dabei sind“. Die CDU-Fraktionssprecherin regte an, auch die Verwendung von Recycling-Beton zu diskutieren.

Die Stadtverwaltung wurde daher von den Gemeinderatsmitgliedern beauftragt, die Vereinbarung für die Aufnahme in das IBANetz zu unterzeichnen. Darin werden alle Projekte der IBA gesammelt und betreut werden. Sollte das Bauprojekt Goldäcker zu einem offiziellen IBA-Projekt erkoren werden, müsste eine weitere Vereinbarung unterschrieben werden. „Darüber würden wir dann noch einmal in den Gremien sprechen“, erklärte die Erste Bürgermeisterin der Stadt.