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LE ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen Für eine attraktive Stadt der kurzen Wege

Mit dem Ziel, die innerstädtischen Wege und die Infrastruktur über die Stadtgrenze hinaus für den Rad- und Fußverkehr attraktiver zu gestalten, ist Leinfelden-Echterdingen im September der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) beigetreten.

Foto: Bergmann

Der vom Land geförderte Verein repräsentiert mit 78 Mitgliedskommunen etwa 70 % der Bevölkerung Baden-Württembergs, darunter alle Städte mit mehr als 45.000 Einwohner und die Hälfte aller Landkreise.

„Langfristig will ich eine Verbesserung der Mobilität im Umweltverbund und der Lebensqualität in Leinfelden-Echterdingen erreichen,“ erklärt EBM Eva Noller zum Beitritt. „Dazu gehört auch ein durchgängiges Radverkehrsnetz, welches die innerstädtischen Wege zum Einkauf, zur ärztlichen Versorgung, zur Arbeit und zum öffentlichen Nahverkehr besser vernetzt, damit sie im Alltag gut und sicher zu Fuß und mit dem Rad erreichbar sind.“

Bereits 2017 hat der Gemeinderat ein integriertes und nachhaltiges Mobilitätskonzept beschlossen. Es wurden bereits Rad- und Fußwege saniert, Fahrradboxen an Bahnhöfen installiert, und die Stadt hat am Fußverkehrs-Check 2019 teilgenommen.

Leinfelden-Echterdingen möchte durch den Erfahrungsaustausch mit anderen engagierten Kommunen die Mobilität ohne Auto noch attraktiver gestalten. Die verschiedenen Verkehrsarten – vom Leihfahrrad über den öffentlichen Nahverkehr bis zum Zufußgehen – sollen besser miteinander vernetzt werden. „Die Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Entlastung der Stadt von Lärm, Abgasen und zugeparkten Straßen. Sie ist umwelt- und sozialverträglich und trägt somit zur Gesundheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bei“, betont EBM Noller.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW kommt LE auch der Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ einen ersten Schritt näher. Die Landesauszeichnung ist an verschiedene Kriterien geknüpft: eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen, sich politisch für die Radverkehrsförderung zu engagieren, die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu fördern und Serviceleistungen für Radverkehr sowie Fahrradtourismus zu implementieren. Eine Kommune, die den Fuß- und Radverkehr bei Quartiersplanungen mitdenkt, wird zu einer attraktiven Stadt der kurzen Wege: Ärzte, Supermärkte, Schulen – alles lässt sich schnell, sicher und gesund erreichen.

Die AGFK-BW steht den Kommunen auf dem Weg zum Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ als starker Partner zur Seite – nach dem Prinzip „Zentral entwickeln, vor Ort einsetzen“: Dazu gehören Beratung und Hilfestellung rund ums Thema Radverkehrsförderung und Erfahrungsaustausch durch Fachseminare.