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Der Fußverkehrs-Check geht in die Praxis

Schon der kürzliche Auftakt zum Fußverkehrs-Check des Landes in der Zehntscheuer in Echterdingen war auf großes Interesse gestoßen. In der vergangenen Woche ging es nun darum, die Schwachstellen zu finden.

Fußgänger überqueren eine Straße
Foto: Krämer

Projektleiter Philipp Walgern vom Büro Planersocietät, dazu Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie zahlreiche Bürger machten sich trotz Temperaturen von 35 Grad Celsius auf den Weg, um die schönen Seiten für Fußgänger auf einer Runde durch Echterdingen zu finden – aber vor allem ging es darum, die Stellen zu finden, wo etwas verbessert werden kann, wo die Wege attraktiver gestaltet werden können, damit häufiger zu Fuß gegangen und im besten Fall das Auto stehen gelassen wird.

Auch Barrierefreiheit war ein wichtiger Punkt des Rundgangs und konnte gleich zu Beginn beim Treffpunkt auf dem Kirchplatz aufgegriffen werden. Denn der unebene Pflasterbelag erschwert Rollstuhlfahrern, aber auch Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, das Fortkommen. „Daran wird sich im Zuge der Sanierung der Historischen Mitte etwas ändern“, sagte Andrea Egner, die Leiterin des Amts für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau.

Dann die große Asphaltfläche vor der Zehntscheuer. Eine ausgewiesene Spielstraße, nach Meinung der Fußwege-Checker wenig attraktiv, immerhin „ab und an von Kindern zum Fußball spielen genutzt“, wie ein Mann berichtet. Kurz darauf an der Hauptstraße die Idee eines Anderen: Gehwege an der Einmündung von Seitenstraßen sollte man erhöhen, um Autofahrer zu mehr Rücksicht zu animieren. Eine Anregung, die Egner gerne mitnahm.

Dann die Ampel an der Kreuzung am S-Bahnhalt. „Die Phasen sind für die Fußgänger zu kurz“, wurde moniert. Um eine Sehbehinderung zu simulieren, verteilte Walgern Brillen an die Fußgänger, die anschließend mehr oder weniger sicher über den Platz liefen. Sie können sich nun besser in die Bedürfnisse von Menschen mit einer Sehschwäche versetzen.

Dann die Ampel an der Kreuzung am S-Bahnhalt. „Die Phasen sind für die Fußgänger zu kurz“, wurde moniert. Um eine Sehbehinderung zu simulieren, verteilte Walgern Brillen an die Fußgänger, die anschließend mehr oder weniger sicher über den Platz liefen. Sie können sich nun besser in die Bedürfnisse von Menschen mit einer Sehschwäche versetzen.

Dann die Ampel an der Kreuzung am S-Bahnhalt. „Die Phasen sind für die Fußgänger zu kurz“, wurde moniert. Um eine Sehbehinderung zu simulieren, verteilte Walgern Brillen an die Fußgänger, die anschließend mehr oder weniger sicher über den Platz liefen. Sie können sich nun besser in die Bedürfnisse von Menschen mit einer Sehschwäche versetzen.

Auch eine bessere Beschilderung zu den Zielen im Ort wurde gewünscht, am besten mit Angabe der Gehzeiten, außerdem breitere Gehwege „damit man als Fußgänger bequem nebeneinander laufen kann“. Dazu gehöre auch, dass die Büsche zurückgeschnitten werden, um die Wege nicht noch schmaler zu machen.

An der Karlsruher Straße stehen ein paar Bäume. Eigentlich eine feine Sache – aber nicht, wenn sie mitten auf dem Gehweg stehen und sich außerdem ein großes, kreisrundes Loch um ihren Stamm herum auftut. Das ist zwar gut für die Wasserversorgung der Pflanzen, aber gefährlich für Fußgänger sowie Menschen mit Rollator oder Rollstuhl, die das Hindernis übersehen. „Die werden schnellstens zugeschüttet“, sagte Andrea Egner, die angesichts dieser Entdeckung selbst ein wenig erschrocken war.

Einen positiven Eindruck machten die Wege durch die Gärtlesäcker auf die Gruppe. Breit, mit einem gut gestalteten und mit Bänken ausgestatteten Spielplatz sowie Farbmarkierungen auf dem Boden, die Radfahrer auf mögliche Gefahrenstellen hinweisen sollen. Da ist man gerne zu Fuß unterwegs. Die zweite Begehung – bei der jeder dabei sein kann – findet am 16. September statt. Dann geht es um die Verbindungen in Richtung Flughafen.

Am 7. Oktober folgt der Abschlussworkshop in der Zehntscheuer, bei dem die Ergebnisse präsentiert werden.