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Für Ende nächsten Jahres avisiert: Baugebinn in den Schelmenäckern

Ein lebendiges Quartier soll es werden, mit Jugendhaus und Kita, mit grünen Höfen zwischen den Häusern und gut angebunden an die Ortsmitte von Leinfelden: Erste Bürgermeisterin Eva Noller und Vertreter der Fachämter erläuterten interessierten Bürgerinnen und Bürgern direkt vor Ort die Planungen für das Neubaugebiet Schelmenäcker, das Ende 2020 an den Baustart gehen soll.  

Foto: Bergmann

Das Bauschild am Jugendhaus Areal zeigt, wie sich die Wohngebäude zwischen der neuen Max-Lang-Straße und dem Grünbereich entlang der S-Bahntrasse einfügen. Anhand ausgestellter Modelle im Jugendhaus wurde die Bebauung mit vier- bis siebengeschossigen Häusern veranschaulicht. Erstellt werden sie von zwei Bauträgern auf zwei Baufeldern: vom Siedlungswerk und von pro.b Projektentwicklung & Projektsteuerung.

Die Grundstücke hatte zuvor die Stadt aufgekauft und dann an die beiden Bauträger verkauft – mit Anforderungen an die städtebauliche Gestaltung sowie die Miet-/Immobilienpreise, was bedeutet: 30% sozialer Wohnungsbau, 10% preisgedämpfte Mietwohnungen (= unter dem üblichen Marktpreis) und 10% preisgedämpfte Eigentumswohnungen. „Wir wollen ein gemischtes Quartier“, so EBM Noller. „Nicht nur, was die Gestaltung betrifft.“

Die Bewohner sollen „ein Abbild der Gesellschaft“ sein, bestätigten die Architekten Prof. Mathias Hähnig und Christoph Welz vom Siedlungswerk: Familien, Alleinerziehende, Behinderte ... für alle soll hier Wohnraum geboten werden. „Arm und Reich“, so Welz, sollen in die rund 230 Wohnungen
einziehen. Um die 500 neue Einwohner wird die Stadt dadurch erhalten.

Foto: Bergmann

Hinzu kommt ein neues Jugendhaus und eine achtgruppige Kita. Das Wohnquartier wird an die vorläufige U5-Endhaltestelle „Neuer Markt“ voraussichtlich Ende 2022 angebunden sein. Zwei ebenerdige Übergänge werden über die Stadtbahntrasse führen: auf Höhe Geranienstraße und beim Edeka.

Und auch das Gewerbegebiet Schelmenäcker wird erweitert. Die Unternehmen benötigen mehr Fläche. Euchner plant eine Erweiterung neben dem bestehenden Firmengebäude. Die Firma Froehlich wird ein Schaudepot für seine renommierte Kunstsammlung bauen; es wird aber kein Museum werden, die Kunstwerke sollen vielmehr an bestimmten Öffnungstagen oder bei Führungen zu besichtigen sein. Die Firma plant außerdem ein Parkhaus an der Kohlhammerstraße. Die neu entstehenden Gewerbeflächen sind größtenteils bereits verkauft.

Das Gewerbegebiet und das neue Wohnquartier werden durch Pausengärten und einen Quartiersplatz verbunden. Zur S-Bahntrasse hin werden Streuobstwiesen und ein Spielplatz den grünen Abschluss bilden.